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Katharina Samoylova - Hilfe bei Narzissmus

Trennung von Narzissten mit Kindern: Wie du dich und dein Kind schützt

Eine Familie steht im Wohnzimmer, Mutter, Vater, 2 Kinder. Symbolbild für die Trennung von Narzissten mit gemeinsamen Kindern
Kennst du jemanden, dem dieser Beitrag helfen könnte?

Als Sarah ihrem Partner nach sieben Jahren endlich sagte, dass sie sich trennen will, brach ihre Welt zusammen – aber nicht so, wie sie es erwartet hatte. Die Trennung von einem Narzissten mit Kindern wurde zum Albtraum, den sie nie für möglich gehalten hätte. Plötzlich stand der Mann, der sich jahrelang kaum um die beiden Kinder gekümmert hatte, vor Gericht und forderte das Wechselmodell. Er inszenierte sich als liebevoller Vater, während er Sarah bei jeder Gelegenheit als hysterisch und unzurechnungsfähig darstellte.

Vielleicht kennst du Sarahs Gefühl: Diese Mischung aus Erleichterung, dass du endlich den Mut gefunden hast zu gehen – und gleichzeitig die lähmende Angst, was jetzt mit deinen Kindern passiert. Die Trennung von einem narzisstischen Partner ist schon für sich genommen eine Herausforderung. Wenn Kinder im Spiel sind, wird daraus ein komplexer Prozess, der dich vor emotionale, rechtliche und praktische Herausforderungen stellt, die weit über eine „normale“ Trennung hinausgehen.

Dieser Artikel ist für dich, wenn du gerade in einer Beziehung mit einem narzisstischen Partner bist und über eine Trennung nachdenkst – oder wenn du dich bereits getrennt hast und verzweifelt nach Wegen suchst, dich und dein Kind zu schützen. Ich zeige dir, wie du diese Phase durchstehst, ohne dein Kind und dich selbst zu verlieren.

Was macht die Trennung von einem Narzissten mit Kindern so schwierig?

Narzisstische Dynamiken in der Elternrolle

Sarah erinnert sich noch genau an den Moment, als ihr klar wurde, dass ihre Kinder nie die bedingungslose Liebe ihres Vaters erfahren würden, die sie so dringend brauchten. Ihr Sohn Luca, damals fünf Jahre alt, hatte beim Kindergartenfest ein Bild gemalt – voller Stolz zeigte er es seinem Vater. Die Reaktion? „Das kannst du aber besser. Schau mal, wie toll das andere Kind das gemacht hat.“ Lucas Gesicht fiel in sich zusammen.

Das ist die bittere Realität narzisstischer Elternschaft: Kinder werden nicht als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen gesehen, sondern als Erweiterung des eigenen Egos. Sie dienen der Selbstaufwertung und müssen funktionieren wie kleine Trophäen.

In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, wie narzisstische Elternteile ihre Kinder in extreme Loyalitätskonflikte ziehen. Ein Kind wird zum „goldenen Kind“ idealisiert (meist dasjenige, das am besten die Erwartungen erfüllt und das narzisstische Bild nach außen poliert), während das andere zum Sündenbock wird. Diese Rollen können jederzeit wechseln – abhängig davon, wer gerade nützlicher ist für die narzisstische Inszenierung.

Typische Dynamiken sind:

  • Fehlende emotionale Empathie für die tatsächlichen Gefühle und Bedürfnisse des Kindes

  • Das Kind wird instrumentalisiert für das eigene Image

  • Liebe und Zuwendung sind an Leistung und Wohlverhalten gekoppelt

  • Kinder lernen früh, dass ihre Gefühle nicht wichtig sind

  • Die Beziehung zum Kind wird genutzt, um den anderen Elternteil zu kontrollieren

 

Die Forschung zeigt deutlich: Kinder narzisstischer Eltern entwickeln häufig ein unsicheres Bindungsmuster und kämpfen später mit Selbstwertproblemen. Eine Studie der University of Ohio unter Leitung von Brad Bushman aus dem Jahr 2015 belegt, dass Narzissmus der Eltern direkt mit narzisstischen Tendenzen bei Kindern korreliert – allerdings nur, wenn die Überbewertung des Kindes ohne echte emotionale Wärme erfolgt.

 

Typische Verhaltensmuster nach der Trennung

„Nach der Trennung hat er sich plötzlich für die Kinder interessiert“, erzählt Sarah verbittert. „Jahrelang konnte er sie nicht mal eine Stunde alleine nehmen, und plötzlich kämpft er vor Gericht um das Wechselmodell. Aber es geht ihm nicht um die Kinder – es geht darum, mich zu bestrafen und die Kontrolle zu behalten.“

Dieses Muster ist typisch. Nach der Trennung von Narzissten mit gemeinsamen Kindern zeigen sich meist eines dieser Extreme:

  • Der Supervater/Die Supermutter: Plötzlich wird Instagram geflutet mit Fotos vom perfekten Elternteil. Jedes Wochenende ein Ausflug, jeder Geburtstag ein Event. Die Kinder werden zur Bühne für die eigene Inszenierung. Es geht nicht um echte Beziehung, sondern um das Bild nach außen – und darum, dich als schlechten Elternteil dastehen zu lassen.

  • Totales Desinteresse: Das andere Extrem. Sobald klar ist, dass die Kinder nicht mehr als Machtinstrument gegen dich funktionieren, verliert der narzisstische Elternteil das Interesse. Umgangstermine werden abgesagt, Versprechen gebrochen. Die Kinder erleben schmerzhafte Zurückweisung.

  • Manipulation und Instrumentalisierung: Die Kinder werden zum Spion gemacht („Was macht Mama denn so?“), als Botschafter missbraucht („Sag Mama, sie soll endlich…“) oder emotional erpresst („Wenn du mich wirklich liebst, willst du doch bei mir wohnen, oder?“).

  • Das Schlechtmachen des anderen Elternteils: Subtile oder offene Abwertung deiner Person vor den Kindern. „Mama ist halt überfordert.“ „Papa kann das nicht so gut wie ich.“ „Bei mir hättest du das bekommen.“ Diese Form der Eltern-Kind-Entfremdung ist extrem belastend für die kindliche Psyche.

 

Warum dein Kind innerlich zerrissen ist

Lucas, Sarahs älterer Sohn, fing plötzlich an, sich nachts einzunässen – mit acht Jahren. Er hatte Bauchschmerzen vor jedem Wechsel zum Vater, und gleichzeitig sagte er: „Ich will aber zu Papa.“ Sarah war verzweifelt. Wie konnte er seinen Vater vermissen, wenn er dort doch so offensichtlich unter Druck stand?

Die Antwort liegt in der Bindungstheorie: Kinder sind biologisch darauf programmiert, an beide Elternteile gebunden zu sein – unabhängig davon, wie diese sich verhalten. Ein Kind kann nicht einfach aufhören, seinen Vater oder seine Mutter zu lieben, selbst wenn es spürt, dass etwas nicht stimmt. Dieser innere Konflikt ist kaum auszuhalten.

Hinzu kommt: Kinder spüren die narzisstische Kälte und Unberechenbarkeit, können sie aber nicht einordnen. Sie geben sich selbst die Schuld. „Wenn ich mich nur mehr anstrenge, wenn ich braver bin, dann liebt Papa mich vielleicht richtig.“ Dieser Gedanke ist für Kinder typisch – und herzzerreißend.

Aus psychologischer Sicht befinden sich diese Kinder in einem permanenten Überlebensmodus: Sie müssen ständig die Stimmung des narzisstischen Elternteils scannen, sich anpassen, funktionieren. Gleichzeitig sehnen sie sich nach bedingungsloser Liebe und Sicherheit. Diese Dauerbelastung kann zu Angstzuständen, Depressionen und psychosomatischen Beschwerden führen.

Die gute Nachricht: Als stabiler, empathischer Elternteil kannst du ein Gegengewicht schaffen. Du bist der sichere Hafen, zu dem dein Kind immer zurückkehren kann.

Phase vor der Trennung: sichere Vorbereitung mit Kind

Innere Klarheit: Bin ich wirklich bereit, zu gehen?

„Ich habe drei Jahre gebraucht, um wirklich bereit zu sein“, gesteht Sarah. „Nicht weil ich ihn noch liebte – sondern weil ich so viel Angst hatte. Was, wenn er mir die Kinder wegnimmt? Was, wenn das Jugendamt glaubt, ich bin das Problem? Was, wenn ich die Kinder nicht schützen kann?“

Diese Ambivalenz ist normal und sogar gesund. Die Trennung von einem Narzissten mit Kindern ist keine Entscheidung, die man leichtfertig trifft. Es geht nicht nur um dich, sondern um die Zukunft deiner Kinder.

Fragen zur Selbstreflexion:

  • Bleibe ich aus Angst oder aus Liebe?

  • Was würde ich meiner besten Freundin raten, wenn sie in meiner Situation wäre?

  • Welches Beziehungsmodell lernen meine Kinder gerade von mir?

  • Habe ich realistische Angst vor Gewalt oder rechtlichen Konsequenzen?

  • Ist die Situation für die Kinder schädlicher, wenn ich bleibe oder wenn ich gehe?


Hier ist wichtig zu verstehen: Die Forschung zeigt eindeutig, dass eine Trennung für Kinder weniger schädlich ist als das Aufwachsen in einer dysfunktionalen, konfliktreichen Familie. Eine Langzeitstudie von E. Mavis Hetherington an der University of Virginia, die Scheidungsfamilien über 25 Jahre begleitete, kam zu dem Ergebnis: Kinder leiden weniger unter der Trennung selbst als unter dem Konfliktverhalten der Eltern vor, während und nach der Trennung.

Das bedeutet: Wenn die Beziehung toxisch ist, wenn es ständig Machtkämpfe, emotionalen Missbrauch oder eine eiskalte Atmosphäre gibt – dann ist die Trennung oft die gesündere Option für alle Beteiligten.

Schuldgefühle sind trotzdem normal. „Ich zerbreche die Familie. Ich nehme den Kindern ihren Vater.“ Diese Gedanken kenne ich aus unzähligen Gesprächen. Aber lass mich dir etwas sagen: Du zerbrichst nichts, was nicht schon zerbrochen war. Du rettest dich und deine Kinder aus einer Dynamik, die euch alle krank macht.

 

Sicherheits- und Notfallplan für dich und dein Kind

Bevor du die Trennung kommunizierst, brauchst du einen Plan. Das ist keine Paranoia, sondern Selbstschutz. Narzisstische Partner reagieren auf Kontrollverlust oft mit Eskalation.

Sarah hat sich drei Monate vorbereitet, bevor sie ging. Sie hat:

  • Heimlich Geld auf ein eigenes Konto gelegt (kleine Beträge, die nicht auffielen)

  • Wichtige Dokumente kopiert und bei einer Freundin deponiert (Geburtsurkunden, Verträge, Bankunterlagen)

  • Eine Vertrauensperson eingeweiht, die im Notfall erreichbar war

  • Eine Wohnung gefunden und den Mietvertrag unterschrieben, bevor er davon wusste

  • Mit einer Anwältin über ihre Rechte gesprochen

 

Wichtige Punkte für deinen Notfallplan:

Finanzielle Absicherung:

  • Eigenes Bankkonto eröffnen (wenn noch nicht vorhanden)

  • Überblick über gemeinsame Finanzen verschaffen

  • Rücklagen bilden für Anwalts- und Umzugskosten

  • Klären: Habe ich Anspruch auf Unterhalt? (Hier brauchst du rechtliche Beratung)


Wohnsituation:

  • Wo kann ich mit den Kindern vorübergehend unterkommen?

  • Gibt es eine Notunterkunft bei Familie oder Freunden?

  • Kann ich die gemeinsame Wohnung zugewiesen bekommen?

  • Wo finde ich bezahlbaren Wohnraum?

 

Soziales Netzwerk:

  • Wer sind meine Vertrauenspersonen?

  • Wer kann im Notfall die Kinder nehmen?

  • Gibt es Beratungsstellen in meiner Nähe?

 

Notrufadressen (für akute Krisensituationen):

  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016

  • Nummer gegen Kummer (für Kinder): 116 111

  • Lokale Frauenhäuser und Beratungsstellen

 

Wichtig: Ich gebe hier keine Rechtsberatung, sondern Orientierung. Für rechtliche Fragen wende dich bitte an eine Fachanwältin für Familienrecht.

 

Emotionale Vorbereitung des Kindes nach Alter

„Wann sage ich es den Kindern? Und wie?“ Sarah hatte diese Frage in endlosen Nächten gewälzt. Sie wollte alles richtig machen und hatte gleichzeitig Angst, alles falsch zu machen.

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen perfekten Moment und keine perfekte Formulierung. Aber du kannst dein Kind altersgerecht vorbereiten und stabilisieren.

Kleinkinder (0-5 Jahre): Kleine Kinder verstehen komplexe Beziehungskonstellationen noch nicht, spüren aber jede Veränderung in ihrer Umgebung. Sie brauchen:

  • Klare, einfache Botschaften: „Mama und Papa wohnen bald nicht mehr zusammen.“

  • Betonung der Konstanz: „Mama und Papa haben dich beide lieb. Das ändert sich nicht.“

  • Rituale und Routinen, die Sicherheit geben (Gute-Nacht-Geschichte, feste Essenszeiten)

  • Körperliche Nähe und Beruhigung

 

Vermeide: Zu viele Informationen, wechselnde Erklärungen, Streit vor dem Kind.

 

Schulkinder (6-12 Jahre): In diesem Alter verstehen Kinder mehr, neigen aber dazu, sich schuldig zu fühlen oder sich die Schuld zu geben. Sie brauchen:

  • Ehrliche, aber altersgerechte Erklärung: „Mama und Papa verstehen sich nicht mehr gut. Wir haben beschlossen, getrennt zu wohnen.“

  • Klare Entlastung: „Das ist nicht deine Schuld. Manchmal passen Erwachsene einfach nicht mehr zusammen.“

  • Konkrete Informationen: „Du wirst mal bei Mama, mal bei Papa sein. Deine Schule bleibt die gleiche.“

  • Raum für Fragen und Gefühle: „Es ist okay, wenn du traurig oder wütend bist.“

 

Vermeide: Den anderen Elternteil schlechtmachen, das Kind in die Entscheidung einbeziehen, zu viele Veränderungen auf einmal.

 

Teenager (13-18 Jahre): Teenager durchschauen oft mehr, als wir denken. Sarah war überrascht, als ihre 14-jährige Tochter Emma sagte: „Endlich. Ich hab schon lange gemerkt, dass ihr euch nicht liebt.“ Teenager brauchen:

  • Respektvolle, offene Kommunikation auf Augenhöhe

  • Anerkennung ihrer Gefühle (auch wenn sie wütend auf dich sind)

  • Mitspracherecht bei praktischen Dingen (wo möchte ich wohnen, wie oft möchte ich zum anderen Elternteil)

  • Stabilität und klare Grenzen (auch wenn sie rebellieren)

 

Vermeide: Teenager als Verbündete gegen den Ex-Partner nutzen, zu viel Verantwortung übertragen („Du bist jetzt der Mann/die Frau im Haus“), ihre Loyalität zum anderen Elternteil als Verrat interpretieren.

Kennst du diese Gedanken: Vielleicht war es gar nicht so schlimm. Vielleicht lag es ja doch an mir?

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Trennung von Narzissten mit Kindern – die ersten Schritte

Wie du die Trennung kommunizierst

„Ich hatte ein Skript vorbereitet“, erzählt Sarah. „Drei Sätze. Mehr nicht. Ich wusste, wenn ich auch nur eine Tür für Diskussionen öffne, würde er mich stundenlang zermürben.“

Ihr Skript war: „Unsere Beziehung ist für mich zu Ende. Ich werde ausziehen. Wir müssen besprechen, wie wir die Kinderbetreuung regeln.“

Das war alles. Keine Vorwürfe, keine Erklärungen, keine Rechtfertigungen.

Grundprinzipien für das Trennungsgespräch:

Sei klar und eindeutig:

  • „Ich trenne mich.“ Nicht: „Ich denke, wir sollten vielleicht…“
  • Keine Hintertür offen lassen
  • Keine Hoffnung auf Versöhnung signalisieren (auch wenn er/sie bettelt oder droht)

Sei knapp:

  • Narzisstische Partner nutzen jedes Detail, um dich zu manipulieren
  • Lange Erklärungen führen zu endlosen Diskussionen
  • Du schuldest niemandem eine Rechtfertigung

Betone die Elternrolle:

  • „Wir werden weiterhin beide Eltern für unsere Kinder sein.“
  • „Mir ist wichtig, dass die Kinder beide Elternteile haben.“
  • Fokussiere aufs Organisatorische, nicht aufs Emotionale

Vermeide Schuldzuweisungen:

  • Auch wenn du verletzt und wütend bist: Das ist nicht der Moment
  • Jede Anklage wird zum Gegenangriff genutzt
  • Halte dich an Fakten, nicht an Emotionen

Was Sarah nicht erwartet hatte: Ihr Partner reagierte nicht mit Wut oder Trauer, sondern mit Gleichgültigkeit. „Okay, dann geh halt.“ Zwei Stunden später kamen die ersten Droh-SMS. Dann das Weinen, das Betteln, die Liebesgeständnisse. Am nächsten Tag wieder Gleichgültigkeit und Verachtung.

Diese emotionale Achterbahnfahrt ist typisch. Narzisstische Partner durchlaufen nach der Trennung oft verschiedene Phasen: Leugnung, Wut, Verhandlung, Bestrafung. Bleib bei deiner Entscheidung, egal welche Maske er gerade trägt.

 

Kontakt reduzieren und Grenzen setzen

Nach der Trennung wollte Sarah am liebsten nie wieder ein Wort mit ihrem Ex wechseln. Aber es gab zwei Kinder. Kompletter Kontaktabbruch war keine Option.

Also musste sie lernen, was in der Therapie „strukturierter Kontakt“ oder „Low Contact“ heißt:

Grundregeln für Low Contact mit Kindern:

Nur kindbezogene Kommunikation:

  • Nur Themen, die direkt die Kinder betreffen (Termine, Gesundheit, Schule)
  • Keine persönlichen Themen
  • Keine Diskussionen über die Vergangenheit
  • Keine emotionalen Themen

Schriftliche Kommunikation bevorzugen:

  • WhatsApp, E-Mail oder spezielle Co-Parenting-Apps (z.B. OurFamilyWizard)
  • Alles ist dokumentiert
  • Du hast Zeit zum Antworten (nicht spontan reagieren!)
  • Kein emotionaler Druck durch Anrufe

Klare Grenzen:

  • Antwortzeiten: „Ich antworte innerhalb von 24 Stunden auf kindrelevante Nachrichten.“
  • Keine Nachfragen nach deinem Privatleben
  • Keine ungeplanten Besuche
  • Keine Kommunikation über die Kinder als Boten

JADE vermeiden: Rechtfertige nicht, Argumentiere nicht, Verteidige dich nicht, Erkläre nicht (Justify, Argue, Defend, Explain). Das ist eine Grundregel im Umgang mit narzisstischen Menschen.

Beispiel: Ex: „Die Kinder haben mir erzählt, dass sie bei dir nur Nudeln essen. Du vernachlässigst sie!“ Falsche Antwort: „Das stimmt nicht! Gestern gab es Gemüse, und vorgestern…“ Richtige Antwort: „Die Ernährung der Kinder ist in meinem Haushalt gesichert.“

Siehst du den Unterschied? Keine Rechtfertigung, keine Details. Nur eine sachliche Feststellung.

 

Umgang mit Drohungen, Erpressung und Chaos

„Wenn du mich verlässt, siehst du die Kinder nie wieder.“ Sarah erinnert sich noch heute an diesen Satz, der ihr den Boden unter den Füßen wegzog. Drei Wochen lang traute sie sich nicht mehr zu gehen. Dann sprach sie mit ihrer Anwältin und erfuhr: Das war eine leere Drohung. In Deutschland haben beide Elternteile Rechte. Man kann niemandem einfach die Kinder wegnehmen.

Typische Drohkulissen narzisstischer Partner:

  • „Ich nehme dir die Kinder weg.“
  • „Ich sage dem Jugendamt, dass du psychisch krank bist.“
  • „Ich zeige dich an wegen Kindesentführung.“ (wenn du mit den Kindern ausziehst)
  • „Du bekommst keinen Cent von mir.“
  • „Ich erzähle allen, was für eine schlechte Mutter/Vater du bist.“

Diese Drohungen sind oft haltlos – aber sie funktionieren, weil sie Angst machen. Genau das ist ihr Zweck: Dich zu kontrollieren und klein zu halten.

Wie du damit umgehst:

1. Nicht spontan reagieren: Wenn eine Droh-Nachricht kommt, nimm dir Zeit. Atme. Antworte nicht sofort. In der Emotion machst du Fehler.

2. Alles dokumentieren: Speichere jede Nachricht, jede Sprachnachricht, jeden E-Mail-Verlauf. Mach Screenshots. Das kann später vor Gericht wichtig werden.

3. Sachlich bleiben: Geh nicht auf Provokationen ein. Antworte kurz und sachlich oder gar nicht.

4. Unterstützung holen: Sprich mit einer Anwältin, einer Beratungsstelle, einer Therapeutin. Du brauchst Menschen, die dir sagen: „Das ist nicht normal. Das musst du nicht hinnehmen.“

5. Realistische Einschätzung: Was kann er wirklich tun? Was sind leere Drohungen? Eine Fachanwältin kann das einschätzen.

Sarah hat gelernt: Die meisten Drohungen sind Theater. Aber sie hat auch gelernt, dass man sie ernst nehmen muss – nicht inhaltlich, aber als Signal, dass man sich schützen muss.

Ein Mann schenk rote Rosen einer Frau, im Hintergrund sind Scherben von letztem Streit zu sehen. Ein Symbolbild für Taktiken eines Narzissten nach der Trennung

6 perfide Taktiken von Narzissten nach der Trennung – und wie du sie durchschaust

Dein Kind im Fokus: Stabilität statt Loyalitätskonflikte

Wie du dein Kind emotional stärkst

Nach der Trennung veränderte sich Luca. Der fröhliche, aufgedrehte Junge wurde stiller. Er malte dunkle Bilder, wollte nachts nicht alleine schlafen, klammerte sich an Sarah. „Mama, gehst du auch weg?“ fragte er jeden Morgen.

Diese Verlustangst ist normal. Kinder erleben die Trennung der Eltern als existenzielle Bedrohung – besonders, wenn ein Elternteil narzisstisch ist und damit unberechenbar.

Wie du dein Kind stabilisierst:

  • Sehen und validieren: „Ich sehe, dass du traurig bist.“ „Es ist okay, dass du wütend bist.“ „Du vermisst Papa, das verstehe ich.“ Kinder brauchen die Erlaubnis, alle Gefühle zu fühlen – auch wenn es wehtut, das anzusehen.

    Sarah lernte, nicht sofort zu trösten oder abzulenken, sondern einfach da zu sein. „Ich bleibe bei dir. Du bist nicht allein mit deinen Gefühlen.“

  • Zuhören ohne zu bewerten: Wenn dein Kind vom anderen Elternteil erzählt – egal ob begeistert oder kritisch – höre einfach zu. Bewerte nicht. Korrigiere nicht. Halte es aus.

    Luca erzählte manchmal: „Papa hat gesagt, du hast ihn rausgeschmissen.“ Sarah biss sich auf die Zunge. Statt zu verteidigen oder zu korrigieren, sagte sie: „Das klingt, als wärst du verwirrt, wer warum was gemacht hat. Das verstehe ich. Manchmal ist es kompliziert.“

  • Schuld entlasten: „Die Trennung ist nicht deine Schuld. Erwachsene treffen Entscheidungen für sich, nicht wegen der Kinder.“ Diesen Satz musste Sarah hundertmal wiederholen, bis Luca ihn langsam glaubte.

  • Konstante Bezugsperson bleiben: Rituale, Routinen, Verlässlichkeit. Das gibt Sicherheit. Jeden Abend die gleiche Gute-Nacht-Geschichte. Jeden Sonntag Pfannkuchen zum Frühstück. Diese kleinen, berechenbaren Momente bauen ein Fundament.

 

Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist das entscheidend: Das Nervensystem eines Kindes reguliert sich durch Co-Regulation mit einer stabilen Bezugsperson. Du bist dieser Leuchtturm im Sturm.

 

Wenn der Narzisst das Kind manipuliert

„Papa hat mir ein neues Handy gekauft!“ Luca strahlte. „Und er sagt, bei dir gibt’s nie was Schönes. Bei dir ist alles nur Verbot.“ Sarah spürte, wie ihr das Herz eng wurde. Das war der Moment, in dem sie begriff: Ihr Ex nutzte die Kinder als Waffe.

Manipulation narzisstischer Elternteile nach der Trennung folgt oft diesen Mustern:

  • Schlechtmachen des anderen Elternteils: Subtile Kommentare, die das Vertrauen des Kindes in dich untergraben. „Mama ist halt gestresst.“ „Bei Papa wäre das nicht passiert.“ „Schade, dass Mama sich nicht mehr um uns kümmert.“

  • Lügen und Verzerrung: „Mama hat mich rausgeworfen.“ „Papa wollte bleiben, aber Mama wollte nicht.“ Kinder bekommen eine völlig verdrehte Version der Realität präsentiert.

  • Geschenke und Freiheiten: Der narzisstische Elternteil spielt den „Fun-Parent“. Keine Regeln, keine Grenzen, dafür Geschenke und Aufregung. Du bist diejenige, die auf Hausaufgaben, Zähneputzen und Schlafenszeiten achtet – und damit automatisch die „Böse“.

  • Emotional Blackmail: „Wenn du zu Mama willst, dann liebst du mich wohl nicht.“ „Papa ist so traurig, wenn du nicht kommst.“ Kinder werden benutzt, um emotionale Bedürfnisse des Erwachsenen zu erfüllen.


Wie du gegensteuern kannst:

1. Bleib ruhig: Deine erste Reaktion ist wahrscheinlich Wut, Panik oder Verzweiflung. Aber wenn du vor deinem Kind ausrastest oder deinen Ex beschimpfst, gibst du ihm recht: „Mama ist hysterisch.“

2. Nicht schlecht über den anderen Elternteil reden: So schwer es ist: Kinder brauchen die Freiheit, beide Eltern zu lieben. Wenn du anfängst zurückzuschießen, verstärkst du den Loyalitätskonflikt.

3. Realität sanft spiegeln: Nicht mit Gegenlügen kämpfen, aber auch nicht alles stehen lassen. „Das ist Papas Sicht. Ich sehe es anders. Manchmal haben Erwachsene unterschiedliche Erinnerungen/Meinungen.“

4. Werte vorleben statt predigen: Dein Kind spürt mit der Zeit, bei wem es authentische Liebe erfährt und bei wem es eine Funktion erfüllen muss. Das braucht Zeit – manchmal Jahre. Aber Kinder sind klug. Sie merken, wer verlässlich ist.

5. Professionelle Hilfe: Bei massiver Manipulation kann Kinderpsychotherapie helfen. Ein neutraler Erwachsener, der dem Kind hilft, die widersprüchlichen Botschaften einzuordnen.

 

Altersabhängige Signale, dass dein Kind Hilfe braucht

Sarah bemerkte die Veränderung bei Emma, ihrer 14-jährigen Tochter, erst spät. Emma war schon immer zurückhaltend gewesen, aber nach der Trennung zog sie sich komplett zurück. Sie aß kaum noch, ihre Noten rutschten ab, sie weinte heimlich nachts in ihrem Zimmer.

Kinder zeigen ihre Not nicht immer direkt. Manchmal sind es subtile Veränderungen, die leicht übersehen werden.

Kleinkinder und Kindergartenkinder:

  • Rückschritt in der Entwicklung (wieder einnässen, Babysprache, will nicht mehr alleine sein)
  • Exzessives Klammern oder Weinen bei Trennung
  • Aggression oder Rückzug im Kindergarten
  • Alpträume und Schlafstörungen
  • Bauch- oder Kopfschmerzen ohne körperliche Ursache

 

Schulkinder:

  • Plötzlicher Leistungsabfall in der Schule
  • Sozialer Rückzug (keine Freunde mehr treffen)
  • Extreme Wut oder Traurigkeit
  • Selbstbeschuldigungen („Ich bin schuld“)
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Überangepasstes Verhalten (das „brave“ Kind, das nie Probleme macht – aber innerlich leidet)

 

Teenager:

  • Depressive Verstimmungen, Rückzug
  • Risikoverhalten (Alkohol, Drogen, gefährliche Aktionen)
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Essstörungen
  • Schulverweigerung oder massive Leistungseinbrüche
  • Suizidale Gedanken oder Äußerungen

 

Wichtig: Nicht jedes dieser Signale bedeutet automatisch, dass professionelle Hilfe nötig ist. Kinder durchlaufen nach einer Trennung Trauerprozesse, die Zeit brauchen. Aber wenn die Symptome länger als ein paar Wochen anhalten oder sich verschlimmern, solltest du handeln.

 

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Emma fing erst in der Therapie an zu reden. Wochenlang saß sie schweigend in der Praxis ihrer Therapeutin, bis sie plötzlich sagte: „Ich hab Angst, dass Mama sich umbringt, wenn ich zu Papa ziehe.“ Sarah war schockiert. Sie hatte keine Ahnung, dass ihre Tochter diese Last mit sich herumtrug.

Professionelle Hilfe ist sinnvoll, wenn:

  • Dein Kind über Wochen starke Symptome zeigt (siehe oben)
  • Du merkst, dass deine eigenen Ressourcen nicht mehr ausreichen
  • Dein Kind suizidale Gedanken äußert (hier sofort handeln!)
  • Die familiäre Situation so komplex ist, dass eine neutrale Instanz helfen kann
  • Dein Kind selbst um Hilfe bittet

 

Anlaufstellen:

  • Kinder- und Jugendpsychotherapeuten (über Krankenkasse abrechenbar)
  • Schulpsychologische Dienste
  • Erziehungsberatungsstellen (oft kostenfrei)
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie (bei schweren Symptomen)
  • Jugendhilfe und Jugendamt (auch als Unterstützung, nicht nur als „Kontrollinstanz“)

 

Die Forschung zu Kindern nach Trennung zeigt: Professionelle Unterstützung kann den Unterschied machen. Eine Übersichtsarbeit von Sandler et al. (2008) belegt, dass Kinder nach Scheidungen, die psychologische Begleitung erhalten, signifikant besser angepasst sind als Kinder ohne Unterstützung.

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Co-Parenting mit Narzissten: Grenzen statt Kooperation

Warum „echtes Co-Parenting“ mit Narzissten kaum funktioniert

Sarah hatte sich ein Co-Parenting-Modell gewünscht, wie sie es in Ratgebern gelesen hatte: respektvolle Kommunikation, gemeinsame Entscheidungen zum Wohl der Kinder, flexibler Umgang. Die Realität sah anders aus.

Jede Absprache wurde zum Machtkampf. Wenn Sarah einen Vorschlag machte, wurde er abgelehnt – nicht weil er schlecht war, sondern weil er von ihr kam. Stattdessen präsentierte ihr Ex Tage später denselben Vorschlag als seine Idee. Elternabende wurden zur Bühne für seine Selbstinszenierung. Und sobald es um Kompromisse ging, die ihm nicht passten, blockierte er einfach.

Das ist das Dilemma: Co-Parenting basiert auf Kooperation, Empathie und dem gemeinsamen Fokus aufs Kindeswohl. Narzisstische Menschen sind dazu strukturell nicht in der Lage. Für sie geht es immer um:

  • Macht und Kontrolle
  • Das eigene Image nach außen
  • Gewinnen vs. Verlieren
  • Bestrafung des Ex-Partners

 

Die Kinder sind dabei Mittel zum Zweck, nicht das Ziel.

Typische Muster:

  • Entscheidungen werden verschleppt oder sabotiert
  • Absprachen werden einseitig geändert
  • Der narzisstische Elternteil inszeniert sich als Opfer („Ich würde ja, aber deine Mutter lässt nicht…“)
  • Vor Dritten (Jugendamt, Schule) wird Kooperationsbereitschaft gespielt, im Alltag gibt es keine

 

Paralleles Parenting: So schützt du dich

Die Lösung heißt „Parallel Parenting“ – ein Konzept, das speziell für hochkonflikthafte Trennungen entwickelt wurde. Die Grundidee: Jeder Elternteil hat in seinem Haushalt klare Regeln und Verantwortung. Es gibt minimale Überschneidungen und keine Notwendigkeit, sich ständig abzustimmen.

Grundprinzipien:

1. Klare Regeln in deinem Haushalt: Was in deinem Zuhause passiert, bestimmst du. Schlafenszeiten, Ernährung, Medienkonsum – das sind deine Entscheidungen. Du musst dich nicht rechtfertigen und nicht mit dem Ex abstimmen (es sei denn, es gibt eine gerichtliche Vereinbarung).

2. Minimale Kommunikation: Nur das Nötigste besprechen: Übergabezeiten, gesundheitliche Notfälle, Schultermine. Alles andere ist nicht verhandelbar.

3. Nicht in Konkurrenz gehen: Es ist nicht deine Aufgabe, zu „beweisen“, dass du die bessere Mutter/der bessere Vater bist. Du musst nicht mit Geschenken, Ausflügen oder Freiheiten mithalten. Deine Stärke liegt in Verlässlichkeit und echter Beziehung.

4. Kinder nicht als Boten nutzen: „Sag Papa, er soll pünktlich sein“ – nein. Kommuniziere direkt mit dem Ex, nicht über die Kinder.

5. Emotionale Grenzen: Was der Ex in seinem Haushalt macht, geht dich nichts an (solange die Kinder nicht gefährdet sind). Du kannst es nicht kontrollieren. Lass los.

Sarah brauchte Monate, um das zu verinnerlichen. Sie musste akzeptieren, dass bei ihrem Ex andere Regeln galten – und dass sie das nicht ändern konnte. Was sie ändern konnte: Ihr eigenes Zuhause zu einem Ort der Stabilität machen.

 

Wechselmodell, Umgang und Kinderbetreuung als Machtinstrument

„Er will das Wechselmodell – aber nicht, weil er wirklich Zeit mit den Kindern verbringen will“, sagt Sarah.  „Er will es, weil er denkt, dass er dann weniger oder keinen Unterhalt zahlen muss. Und weil er weiß, dass es mich fertigmacht.“

Das Wechselmodell (Doppelresidenz) ist ein häufiges Streitthema bei Trennungen mit narzisstischen Partnern. Theoretisch eine gute Idee: Kinder haben bei beiden Eltern ein echtes Zuhause. Praktisch wird es oft zum Machtinstrument.

Realistische Einschätzung des Wechselmodells:

Wann funktioniert es?

  • Beide Eltern sind kommunikationsfähig (zumindest minimal)
  • Beide Eltern wollen wirklich Zeit mit den Kindern (nicht nur Kontrolle)
  • Die Kinder kommen mit dem häufigen Wechsel zurecht
  • Die Wohnsituation ist praktikabel (Schule, Kita erreichbar)

 

Wann ist es problematisch?

  • Ein Elternteil nutzt es als Druckmittel
  • Kinder werden permanent hin- und hergerissen
  • Ein Elternteil ist emotional oder psychisch nicht stabil genug
  • Die Konfliktebene ist so hoch, dass Kinder dauernd in der Schusslinie sind

 

In Deutschland gibt es kein automatisches Recht auf ein Wechselmodell. Gerichte entscheiden immer im Kindeswohl – und das kann sehr unterschiedlich interpretiert werden. Familiengerichte bevorzugen oft den Elternteil, der in der Vergangenheit die Hauptbetreuung übernommen hat, aber das ist nicht in Stein gemeißelt.

 

Was du wissen solltest:

  • Umgangsrecht: Der andere Elternteil hat ein Recht auf Umgang mit den Kindern (und die Kinder haben ein Recht auf beide Eltern). Dieses Recht kann nur in extremen Fällen (Kindeswohlgefährdung, Gewalt) eingeschränkt werden.

  • Residenzmodell: Das „klassische“ Modell, bei dem die Kinder hauptsächlich bei einem Elternteil leben und den anderen regelmäßig besuchen.

  • Wechselmodell: Kinder leben etwa hälftig bei beiden Eltern. Kann auch gegen den Willen eines Elternteils vom Gericht angeordnet werden – aber nur unter bestimmten Bedingungen.

 

Dokumentation ist entscheidend: Wenn du befürchtest, dass dein Ex das Wechselmodell aus den falschen Gründen will oder die Kinder damit überfordert wären, dokumentiere:

  • Wie war die Betreuungsaufteilung vor der Trennung?
  • Wer hat sich um Arzttermine, Schule, Kita gekümmert?
  • Gibt es Hinweise, dass die Kinder beim anderen Elternteil gefährdet oder überfordert sind?
  • Wie äußern sich die Kinder? (Aber: Kinder nie direkt fragen „Bei wem willst du wohnen?“)

 

Das Jugendamt und das Familiengericht werden involviert sein. Bereite dich darauf vor, ruhig und sachlich darzulegen, warum eine bestimmte Regelung im Kindeswohl ist – ohne den Ex zu dämonisieren.

Ein Ehepaar sitzt bei einem Scheidungsanwalt, Symbolbild für Trennung von Narzissten mit gemeinsamen Kindern

Rechtliche und behördliche Stolpersteine

Jugendamt, Gericht & Co.: Was dich erwarten kann

Sarah sitzt im Büro des Jugendamts, vor ihr eine freundliche, aber überfordert wirkende Sachbearbeiterin. „Sie müssen lernen, im Sinne der Kinder zu kooperieren“, sagt die Frau. Sarah will schreien. Sie hat alles versucht. Sie hat Kompromisse gemacht, Ruhe bewahrt, sachlich kommuniziert. Aber ihr Ex nutzt jede Kooperation als Angriffsfläche.

„Sie verstehen nicht, mit wem ich es zu tun habe“, sagt Sarah leise. Die Sachbearbeiterin lächelt mild. „Alle Eltern sagen das nach einer Trennung.“

Das ist das Problem: Jugendämter und Familiengerichte sind auf „normale“ Trennungskonflikte ausgerichtet. Narzisstische Dynamiken werden oft nicht erkannt oder nicht ernst genommen. Im Gegenteil: Der narzisstische Elternteil präsentiert sich als charmant, kooperativ und vernünftig – während du, erschöpft und emotional am Limit, als hysterisch oder unkooperativ wahrgenommen wirst.

Typische Stolpersteine:

  • „Hochstrittig“ als Stigma: Wenn ein Elternteil ständig Konflikt provoziert, wird schnell von „hochstrittigen Eltern“ gesprochen – im Plural. Als wären beide gleichermaßen verantwortlich. Das ist unfair, aber Realität.
  • Fokus auf Kooperation: Jugendamt und Gericht wollen, dass Eltern zusammenarbeiten. Wenn das nicht klappt, werden manchmal beide unter Druck gesetzt. „Sie müssen einen Kompromiss finden.“ Aber was, wenn ein Elternteil keine Kompromisse will?
  • Der charmante Narzisst: Narzisstische Menschen sind oft sehr gut darin, sich vor Dritten perfekt darzustellen. Ihr Ex kommt pünktlich zum Termin, lächelt, wirkt vernünftig. Du kommst gestresst, emotional, erschöpft. Wer wirkt wohl glaubwürdiger?
  • Mangelndes Fachwissen: Nicht alle Jugendamt-Mitarbeiter oder Richter haben tiefes Wissen über narzisstische Persönlichkeitsstörungen oder emotionalen Missbrauch. Es kann passieren, dass deine Sorgen bagatellisiert werden.

Was du tun kannst:

  • Bleib sachlich: Auch wenn es schwerfällt, bleib in Terminen ruhig und faktenbasiert. Keine emotionalen Ausbrüche, keine Anklagen. Das spielt dir nicht in die Hände.
  • Benenne Verhalten, nicht Diagnose: Sag nicht „Mein Ex ist ein Narzisst“. Sag „Mein Ex manipuliert die Kinder, hält Absprachen nicht ein und droht mir.“
  • Bring Unterstützung mit: Ein Anwalt oder eine Beratungsperson kann helfen, deine Position klar zu machen.
  • Bleib am Ball: Jugendamt und Gericht sind oft überlastet. Du musst manchmal hartnäckig sein.

 

Warum Dokumentation so wichtig ist

„Ich wünschte, ich hätte von Anfang an alles aufgeschrieben“, sagt Sarah. Monate nach der Trennung, als es vor Gericht ging, versuchte sie sich zu erinnern: Wann hatte er welchen Umgangstermin abgesagt? Was hatte er den Kindern erzählt? Welche Drohungen hatte er ausgesprochen? Vieles war verschwommen.

Dokumentation klingt trocken und aufwändig – aber sie kann entscheidend sein.

Was dokumentieren?

Alle Kommunikation:

  • Speichere WhatsApp-Verläufe, E-Mails, SMS
  • Mach Screenshots von gelöschten Nachrichten
  • Notiere Telefonate (Datum, Uhrzeit, Inhalt)

Umgangstermine:

  • Wann hat der Ex die Kinder abgeholt/zurückgebracht?
  • Gab es Verspätungen oder Absagen?
  • In welchem Zustand kamen die Kinder zurück? (emotional, körperlich)

Aussagen der Kinder:

  • Keine Verhöre, aber wenn Kinder von sich aus etwas erzählen, notiere es
  • Bleib neutral, interpretiere nicht

Vorfälle:

  • Drohungen, Beleidigungen, Manipulationsversuche
  • Alles, was potenziell relevant für Gericht oder Jugendamt sein könnte

Wie dokumentieren?

  • Sachlich: Keine emotionalen Bewertungen, nur Fakten. Nicht: „Er war wieder total gemein.“ Sondern: „Am 15.3. um 18:00 Uhr erhielt ich folgende Nachricht: [Text].“
  • Zeitnah: Schreib es sofort auf, nicht Wochen später aus der Erinnerung.
  • Strukturiert: Ein Notizbuch, eine Excel-Tabelle, eine App – egal, Hauptsache übersichtlich.

Diese Dokumentation ist kein Beweis dafür, dass du recht hast – aber sie ist ein Hilfsmittel, wenn es hart auf hart kommt.

 

Wann du dir rechtliche Unterstützung holen solltest

Sarah zögerte lange, einen Anwalt zu nehmen. „Das kostet doch so viel Geld“, dachte sie. Und: „Vielleicht können wir das auch so klären?“ Am Ende war klar: Ohne Anwältin hätte sie keine Chance gehabt.

Wann brauchst du rechtliche Unterstützung?

  • Sofort, wenn: Der Ex mit Gewalt droht, die Kinder nicht zurückgibt, dich erpresst oder du akut gefährdet bist.
  • Sehr bald, wenn: Ihr euch nicht einigen könnt über Sorgerecht, Umgang, Unterhalt oder andere grundlegende Fragen.
  • Spätestens, wenn: Es vor Gericht geht oder das Jugendamt involviert ist.

Was kann ein Anwalt für dich tun?

  • Deine Rechte und Pflichten erklären
  • Eine realistische Einschätzung deiner Situation geben
  • Dich vor Gericht vertreten
  • Umgangsregelungen aushandeln
  • Schutzmaßnahmen (z.B. Gewaltschutz) beantragen
  • Unterhaltsansprüche durchsetzen

Kosten: Anwälte sind teuer, aber es gibt Möglichkeiten:

  • Beratungshilfe: Wenn du wenig verdienst, übernimmt der Staat die Kosten für eine Erstberatung.
  • Verfahrenskostenhilfe: Bei Gerichtsverfahren kann der Staat die Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen.
  • Erstberatung: Viele Anwälte bieten eine kostengünstige Erstberatung an (ca. 190 Euro).

Wichtig: Such dir eine Fachanwältin für Familienrecht, die Erfahrung mit konfliktreichen Trennungen hat, wie Philipp Spoth. Nicht jeder Anwalt versteht narzisstische Dynamiken.

Selbstschutz: Ohne dich geht es nicht

Raus aus der Opferrolle – trotz Narzisst und Kind

„Ich hab mich so lange als Opfer gefühlt“, sagt Sarah. „Und ich war ja auch Opfer – von Manipulation, von emotionalem Missbrauch, von seinen Spielchen. Aber irgendwann hab ich gemerkt: Solange ich in der Opferrolle bleibe, habe ich keine Macht. Ich bleibe in seiner Hand.“

Das ist der schmale Grat: Deine Erfahrung anzuerkennen (ja, du wurdest verletzt, manipuliert, ausgenutzt) und gleichzeitig die Verantwortung für dein Leben zurückzugewinnen.

Was bedeutet das konkret?

Grenzen definieren: Du hast das Recht, Nein zu sagen. Zu spontanen Anfragen. Zu emotionalen Erpressungsversuchen. Zu Forderungen, die über deine Kapazität gehen. Übe es: „Nein, das funktioniert nicht für mich.“ Ohne Rechtfertigung.

Nicht mehr retten wollen: Vielleicht hast du jahrelang versucht, die Beziehung zu retten, den Partner zu ändern, die Kinder vor allem Schlechten zu bewahren. Das ist vorbei. Du kannst nicht retten, was der andere nicht retten will. Und das ist okay.

Fokus auf das, was du kontrollieren kannst: Du kannst nicht kontrollieren, was dein Ex tut oder sagt. Du kannst nicht kontrollieren, wie das Gericht entscheidet. Aber du kannst kontrollieren:

  • Wie du mit deinen Kindern umgehst
  • Welche Grenzen du setzt
  • Wie du für dich selbst sorgst
  • Wen du in dein Leben lässt

 

Täter-Opfer-Dynamik verlassen: Das bedeutet nicht, dass du die Verantwortung für sein Verhalten übernimmst. Sondern dass du aus der Starre rauskommst. Dass du dir deine Handlungsfähigkeit zurückholst.

Aus meiner Erfahrung als Psychologin weiß ich: Dieser Schritt ist der schwerste. Aber auch der wichtigste. Denn solange du in der Opferrolle verharrst, bleibst du an ihn gebunden – emotional, mental, energetisch.

 

Umgang mit Schuldgefühlen und Angst, das Kind zu verlieren

„Was, wenn meine Kinder mich später hassen? Was, wenn sie denken, ich hab sie im Stich gelassen?“ Sarah weinte, als sie diese Frage stellte. Es war ihre größte Angst.

Schuldgefühle nach der Trennung sind universell – aber bei narzisstischen Partnern werden sie gezielt geschürt. „Du zerstörst die Familie.“ „Die Kinder leiden nur wegen dir.“ „Wenn du wirklich an die Kinder denken würdest, wärst du geblieben.“

Realistische Risiken vs. narzisstische Drohkulissen:

Die Angst, dass dir die Kinder weggenommen werden, ist meist übertrieben. In Deutschland werden Kinder nicht einfach einem Elternteil entzogen – schon gar nicht, wenn dieser Elternteil stabil, liebevoll und fürsorglich ist. Selbst wenn der Ex vor Gericht behauptet, du seist ungeeignet: Gerichte prüfen solche Vorwürfe. Sie hören sich beide Seiten an. Sie beziehen das Jugendamt ein.

Ja, es gibt Fälle, in denen narzisstische Partner erfolgreich manipulieren. Aber es ist nicht die Regel. Die meisten Gerichte schauen genau hin.

Was hilft gegen Schuldgefühle?

  • Psychoedukation: Verstehe, was in einer toxischen Beziehung passiert. Lies Bücher, schau Videos, sprich mit Therapeuten. Je mehr du verstehst, desto weniger gibst du dir selbst die Schuld.

  • Perspektivwechsel: Was würdest du deiner besten Freundin sagen, wenn sie in deiner Situation wäre? Würdest du ihr Vorwürfe machen? Oder würdest du sagen: „Du hast das Richtige getan. Du schützt dich und deine Kinder.“

  • Langfristig denken: Deine Kinder werden nicht ewig klein bleiben. Irgendwann werden sie alt genug sein, um zu verstehen, was wirklich passiert ist. Und sie werden sehen, wer immer für sie da war. Wer verlässlich war. Wer sie bedingungslos geliebt hat.

 

Sarah hat mir einmal gesagt: „Ich kann meinen Kindern nicht das perfekte Leben geben. Aber ich kann ihnen zeigen, wie man für sich einsteht. Wie man Grenzen setzt. Wie man sich nicht klein machen lässt. Das ist vielleicht das wertvollste Geschenk.“

 

Selbstfürsorge im Alltag mit Kind

„Selbstfürsorge“ klingt nach Wellness-Wochenende und Yoga-Retreat. Aber als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, einem Job und einem toxischen Ex hatte Sarah weder Zeit noch Geld dafür.

Also musste sie lernen: Selbstfürsorge sind die kleinen Dinge. Die Mikro-Momente, die dich am Leben halten.

Mikro-Auszeiten:

  • Fünf Minuten auf dem Balkon stehen und atmen, während die Kinder TV schauen
  • Eine Tasse Tee in Ruhe trinken, bevor alle aufstehen
  • Zehn Minuten Musik hören, die dich berührt

 

Körper und Nervensystem beruhigen: Nach einer toxischen Beziehung ist dein Nervensystem im Dauerstress. Du brauchst Wege, es zu regulieren:

  • Atemübungen (4 Sekunden einatmen, 8 Sekunden ausatmen)
  • Bewegung (auch nur ein Spaziergang um den Block)
  • Körperkontakt (umarme deine Kinder, streichle eine Katze, halte die Hand einer Freundin)

 

In meiner Arbeit nutze ich EFT (Emotional Freedom Techniques) und andere körperorientierte Methoden, weil Trauma im Körper gespeichert ist. Dein Kopf kann verstehen, dass du in Sicherheit bist – aber dein Körper ist noch im Kampf-oder-Flucht-Modus. Hier braucht es somatische Ansätze.

Netzwerk: Du brauchst Menschen. Mindestens eine Person, der du vertrauen kannst. Die dir glaubt. Die nicht sagt: „Aber er ist doch der Vater deiner Kinder, ihr müsst euch zusammenraufen.“ Sondern: „Ich sehe dich. Ich bin für dich da.“

Professionelle Unterstützung: Therapie ist kein Luxus, sondern manchmal überlebenswichtig. Wenn du es dir leisten kannst – tu es. Wenn nicht, gibt es oft kostengünstige Angebote bei Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder Online-Communities.

 

Teenager und Trennung von Narzissten

Wenn der Narzisst den Teenager „kauft“

Emma, Sarahs 14-jährige Tochter, zog plötzlich zum Vater. Von einem Tag auf den anderen. „Bei dir ist alles nur Stress. Papa versteht mich“, sagte sie. Sarah war am Boden zerstört.

Was war passiert? Ihr Ex hatte Emma ein eigenes Zimmer eingerichtet – cool, modern, ein Traum für jeden Teenager. Er erlaubte ihr, länger aufzubleiben, Partys zu besuchen, Freunde mitzubringen. Keine nervigen Hausaufgaben-Diskussionen, kein „Räum dein Zimmer auf“. Pure Freiheit.

Bei Sarah gab es Regeln. Hausaufgaben kontrollieren. Handyzeiten. Früh ins Bett. Sie war die „Böse“. Und Emma war in einem Alter, in dem Zugehörigkeit und Freiheit alles bedeuten.

Warum Teenager besonders anfällig sind:

Teenager sind in der Autonomie-Phase. Sie wollen sich abnabeln, Grenzen austesten, selbst entscheiden. Ein narzisstischer Elternteil, der keine Grenzen setzt, wirkt wie ein Traum. Endlich jemand, der sie „in Ruhe lässt“.

Was sie nicht sehen: Die Freiheit ist nicht bedingungslos. Sie ist gekoppelt an Loyalität. „Du darfst alles – solange du auf meiner Seite stehst.“

Was du tun kannst:

  • Nicht in Panik geraten: Wenn dein Teenager zum anderen Elternteil will, ist das nicht das Ende. Es ist eine Phase. Ja, es tut weh. Aber Kinder kommen oft zurück – wenn sie merken, dass „cool sein“ nicht dasselbe ist wie „geliebt werden“.

  • Nicht den anderen Elternteil schlechtmachen: Das treibt deinen Teenager nur weiter weg. Bleib bei deinen Werten, aber respektiere die Entscheidung.

  • Die Tür offen halten: „Ich bin hier, wenn du mich brauchst. Immer.“ Das ist die wichtigste Botschaft. Keine Vorwürfe, keine Schuldgefühle. Einfach: Ich liebe dich. Ich bin da.

 

Wie du die Beziehung zum Teenager halten kannst

Sarah lernte, Emma nicht zu bedrängen. Sie schrieb kurze Nachrichten: „Ich denke an dich. Ich liebe dich.“ Sie lud Emma ein, aber akzeptierte Absagen. Sie kritisierte den Vater nicht.

Monate vergingen. Dann kam Emma eines Tages und sagte: „Mama, kann ich wieder bei dir wohnen?“ Keine große Erklärung. Nur: „Bei Papa ist es irgendwie… leer.“

  • Respektvoller Dialog: Teenager wollen ernst genommen werden. Sprich mit ihnen wie mit Erwachsenen. Erkläre deine Werte, aber ohne zu predigen. „Ich setze diese Grenzen, weil…“

  • Klare Werte: Auch wenn es unpopulär ist: Halte an deinen Werten fest. Teenager brauchen Orientierung, auch wenn sie rebellieren.

  • Raum für Wut: Teenager dürfen wütend auf dich sein. Sie dürfen unfair sein. Das ist Teil ihrer Entwicklung. Nimm es nicht persönlich.

  • Keine emotionale Erpressung: „Wenn du zu Papa gehst, brichst du mir das Herz.“ Das ist unfair. Lass sie gehen, ohne Schuldgefühle zu machen.

 

Hoffnung trotz Distanz: Warum Kinder oft später zurückkehren

Kinder, die in der Pubertät zum narzisstischen Elternteil gehen, kehren nicht selten im jungen Erwachsenenalter zum stabilen Elternteil zurück. Warum? Weil sie mit der Zeit merken, dass Freiheit ohne echte Bindung hohl ist.

Sarah hat das erlebt. Emma kam zurück. Nicht weil der Vater etwas falsch gemacht hatte – sondern weil sie gespürt hat, bei wem sie wirklich geliebt wird.

Langfristige Wirkung von Stabilität: Deine Verlässlichkeit, deine bedingungslose Liebe, deine Authentizität – all das wirkt. Nicht sofort. Aber irgendwann. Teenager brauchen Zeit, um zu begreifen, was wirklich zählt.

Fazit: Du darfst gehen – auch mit Kind

Die Trennung von einem Narzissten mit Kindern ist eine der härtesten Entscheidungen, die du treffen wirst. Sie wird dich an deine Grenzen bringen, dich zweifeln lassen, dich erschöpfen. Aber sie ist auch eine Entscheidung für das Leben – dein Leben und das deiner Kinder.

Du schützt dich und dein Kind nicht, indem du bleibst. Du schützt euch, indem du gehst. Indem du zeigst, dass Grenzen wichtig sind. Dass Respekt keine Verhandlungsmasse ist. Dass Liebe nicht dasselbe ist wie Kontrolle.

Es gibt Wege, auch mit einem narzisstischen Ex-Partner ein stabiles Leben für dein Kind aufzubauen. Es ist nicht einfach. Aber es ist möglich. Du bist stärker, als du denkst. Und du bist nicht allein.

Du brauchst Unterstützung auf diesem Weg?

Vielleicht liest du diesen Artikel und denkst: „Das bin ich. Das ist meine Geschichte.“ Vielleicht fühlst du dich gerade überfordert, erschöpft und unsicher, ob du wirklich die Kraft hast, diesen Schritt zu gehen.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit Frauen, die genau da stehen, wo du jetzt stehst. Frauen, die aus toxischen Beziehungen kommen, die ihre Kinder schützen wollen, die sich selbst verloren haben und sich zurückholen möchten.

Mein Ansatz ist anders: Ich arbeite nicht nur auf der kognitiven Ebene. Ich weiß, dass emotionale Abhängigkeit, Trauma und narzisstischer Missbrauch im Körper gespeichert sind. Deshalb nutze ich körperorientierte Methoden wie EFT (Emotional Freedom Techniques), Atemarbeit und somatische Therapie – damit du nicht nur verstehst, was passiert ist, sondern es auch wirklich loslassen kannst.

In meinen 1:1-Sitzungen bekommst du:

  • Einen geschützten Raum, in dem du endlich gesehen und gehört wirst
  • Konkrete Strategien, wie du dich und deine Kinder schützt
  • Werkzeuge, um dein Nervensystem zu beruhigen und wieder in deine Kraft zu kommen
  • Klarheit darüber, was du jetzt brauchst – und wie du es umsetzen kannst

Ich begleite dich nicht nur durch die Trennung, sondern auch durch den Prozess danach: Wie du Grenzen setzt, wie du mit Manipulation umgehst, wie du dein Selbstwertgefühl zurückgewinnst – und wie du deinen Kindern ein stabiles Zuhause bietest, ohne dich selbst zu verlieren.

Du musst das nicht alleine schaffen. Buche dir jetzt einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch, und wir schauen gemeinsam, wie ich dich unterstützen kann.

Du hast es verdient, frei zu sein. Deine Kinder haben es verdient, eine Mutter zu haben, die in ihrer Kraft ist. Und ich bin hier, um dich dabei zu begleiten.

Erkläre die Trennung altersgerecht ehrlich, ohne den anderen Elternteil zu diffamieren. Schaffe Sicherheit durch feste Rituale und zeige deinem Kind, dass es geliebt und geschützt wird. Unterstütze offene Gespräche, damit es seine Gefühle ausdrücken kann.

Setze klare Grenzen im Umgang, vermeide Schuldzuweisungen und manipulative Diskussionen. Stärke das Selbstwertgefühl deines Kindes durch Bestätigung und Empathie. Suche Unterstützung bei Freunden, Familie oder Therapeuten, um Resilienz aufzubauen.

Dokumentiere alle Vorkommnisse sachlich und konsistent. Kommuniziere immer nur schriftlich, um Belege zu haben. Hol dir rechtlichen Rat von spezialisierten Anwälten und bereite dich darauf vor, dass der Narzisst Machtspiele über das Kind ausüben kann.

Wenn dein Kind Anzeichen von Stress zeigt wie Rückzug, Aggression, Schlafprobleme oder Leistungsabfall, ist professionelle Unterstützung wichtig. Auch bei anhaltenden Loyalitätskonflikten oder psychischen Belastungen hilft Therapie oder Beratung.

Echtes Co-Parenting ist meist schwierig, weil Narzissten Machtspiele und Manipulation bevorzugen. Paralleles Parenting mit klaren Grenzen und minimaler Kommunikation schützt dich und dein Kind besser als Kooperation auf Augenhöhe.

Bild von Katharina Samoylova

Katharina Samoylova

Katharina ist Psychologin und Mentorin. Sie begleitet Frauen nach einer toxischen Beziehung mit einem Narzissten und hilft ihnen, sich selbst wiederzufinden. Ihre Arbeit verbindet psychologisches Wissen mit körperorientierten Methoden wie EFT und Breathwork. Ihr Ziel ist es, Frauen dabei zu unterstützen, sich emotional vom Ex-Partner zu lösen und gestärkt aus der Beziehung hervorzugehen.

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