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Katharina Samoylova - Hilfe bei Narzissmus

Toxisches Verhalten erkennen: Wenn du spürst, dass eine Beziehung dir nicht mehr guttut

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Du googelst „toxisches Verhalten„, weil irgendetwas in deiner Beziehung sich falsch anfühlt – auch wenn du nicht genau benennen kannst, was. Vielleicht zweifelst du ständig an dir selbst, fühlst dich klein oder erschöpft nach jedem Gespräch. Vielleicht fragst du dich, ob du überreagierst oder ob das, was du erlebst, wirklich so schlimm ist, wie es sich anfühlt.

Die Wahrheit ist: Wenn du nach Begriffen wie „toxisches Verhalten“ suchst, dann spürst du bereits, dass etwas nicht stimmt. Dein Körper und deine Intuition senden dir Signale – und die sind wichtig, auch wenn dein Verstand noch zweifelt.

Ich bin Katharina, Psychologin und Mentorin, und ich begleite Frauen dabei, sich aus toxischen Beziehungsmustern zu befreien und wieder zu sich selbst zu finden. Besonders nach Beziehungen mit narzisstischen oder emotional manipulativen Partnern. In diesem Artikel möchte ich dir helfen zu verstehen, was toxisches Verhalten wirklich bedeutet – und wie du erste Schritte gehen kannst, wenn du erkennst, dass deine Beziehung dir nicht mehr guttut.

Kennst du diese Gedanken: Vielleicht war es gar nicht so schlimm. Vielleicht reagiere ich einfach über?

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Was ist toxisches Verhalten – und wo ist die Grenze zu normalen Konflikten?

Toxisches Verhalten beschreibt wiederkehrende Muster in einer Beziehung, die deinen Selbstwert, deine Grenzen und dein Wohlbefinden dauerhaft untergraben. Es geht nicht um den gelegentlichen Streit oder den schlechten Tag, den jeder mal hat. Es geht um eine systematische Dynamik, in der eine Person immer wieder Macht ausübt, während die andere sich anpasst, rechtfertigt und klein macht.

Der entscheidende Unterschied zu normalen Konflikten liegt in drei Punkten:

  • Wiederholung: Toxisches Verhalten zeigt sich als Muster, nicht als Einzelfall. Es passiert immer wieder, auch nachdem darüber gesprochen wurde.

  • Machtungleichgewicht: Eine Person bestimmt die emotionale Realität, während die andere sich ständig anpassen muss, um Frieden zu bewahren.

  • Mangelnde Verantwortung: Bei toxischem Verhalten gibt es keine echte Einsicht oder Veränderungsbereitschaft. Schuld wird verschoben, Gefühle werden kleingeredet, Entschuldigungen bleiben oberflächlich.

Normale Konflikte hingegen können geklärt werden. Beide Partner übernehmen Verantwortung, hören einander zu und finden gemeinsam Lösungen. Nach einem normalen Streit fühlst du dich vielleicht emotional aufgewühlt, aber nicht systematisch klein oder verunsichert.

Eine Studie von Forth at al. (2021) untersuchte die Auswirkungen toxischer Beziehungen auf die psychische Gesundheit. Die Forschenden befragten 457 Menschen, die in Beziehungen mit Partnern lebten, die ausgeprägte toxische Verhaltensmuster zeigten. Die Ergebnisse waren eindeutig: 98% der Befragten berichteten von emotionalem Missbrauch, und die Mehrheit zeigte moderate bis schwere Symptome von Posttraumatischer Belastungsstörung und Depression. Besonders bedeutsam: Die psychischen Belastungen waren nicht nur auf körperliche Gewalt zurückzuführen – psychologischer Missbrauch und beständige Abwertung trugen eigenständig und erheblich zu den Symptomen bei, selbst wenn man die Effekte körperlicher Gewalt statistisch herausrechnete.

Häufige Missverständnisse rund um „toxisch“

Viele Betroffene sind unsicher, ob sie das Wort „toxisch“ überhaupt verwenden dürfen. Hier sind einige Irrtümer, die ich in meiner Arbeit immer wieder höre:

„Jeder Streit bedeutet, dass die Beziehung toxisch ist.“ Nein. Konflikte sind normal und sogar gesund, wenn sie respektvoll ausgetragen werden. Toxisch wird es erst, wenn systematisch Grenzen überschritten, Gefühle manipuliert oder Verantwortung abgewälzt wird.

„Nur Narzissten verhalten sich toxisch.“ Nicht jedes toxische Verhalten kommt von einer narzisstischen Persönlichkeit. Menschen können aus verschiedenen Gründen schädliche Muster entwickeln – durch eigene Traumata, fehlende emotionale Reife oder erlernte Strategien.

„Es gibt doch auch schöne Momente, also kann es nicht toxisch sein.“ Gerade das macht toxische Beziehungen so verwirrend. Die Mischung aus intensiven Höhen und tiefen Verletzungen hält dich in einem emotionalen Wechselbad gefangen. Diese Dynamik wird in der Traumaforschung als „intermittierende Verstärkung“ bezeichnet und macht Beziehungen besonders schwer loszulassen.

„Wenn ich mich toxisch fühle, bin ich das Problem.“ Toxisches Verhalten beschreibt keine Charaktereigenschaft, sondern die Wirkung von Verhaltensmustern auf dich. Deine Wahrnehmung und deine Gefühle sind valide – unabhängig davon, ob dein Partner eine „Diagnose“ hat oder nicht.

Der Fokus sollte immer auf der Wirkung liegen, nicht auf Etiketten. Entscheidend ist: Wie fühlst du dich in dieser Beziehung? Wirst du kleiner oder größer? Darfst du sein, wer du bist?

Toxisches Verhalten in der Beziehung: klare Anzeichen

Toxisches Verhalten zeigt sich in bestimmten Kernmustern, die sich durch die gesamte Beziehung ziehen. Diese Muster sind oft subtil und schleichen sich langsam ein – deshalb erkennst du sie manchmal erst im Rückblick.

  • Gaslighting – wenn du an dir selbst zweifelst
    „Das hast du dir eingebildet“, „Das habe ich nie gesagt“, „Du bist viel zu sensibel“ – solche Sätze hörst du immer wieder. Deine Wahrnehmung wird systematisch infrage gestellt, bis du deiner eigenen Erinnerung und deinem Gefühl nicht mehr traust. Du beginnst zu glauben, dass du überreagierst oder dir Dinge nur einbildest.

  • Schuldumkehr – du entschuldigst dich immer
    Egal was passiert, am Ende bist du diejenige, die sich entschuldigt. Selbst wenn dein Partner dich verletzt hat, dreht sich das Gespräch so geschickt, dass plötzlich du dich schuldig fühlst – dafür, dass du das Thema überhaupt angesprochen hast, dass du „so empfindlich“ bist, dass du ihm nicht vertraust.

  • Ständige Kritik – nichts ist gut genug
    Deine Kleidung, deine Freunde, deine Art zu sprechen, wie du kochst, wie du Auto fährst – alles wird kommentiert, korrigiert oder subtil abgewertet. Oft kommt die Kritik als „gut gemeinter Rat“ verpackt oder mit einem „Ich sage das ja nur, weil ich dich liebe“. Aber das Ergebnis ist immer dasselbe: Du fühlst dich klein und unzulänglich.

  • Emotionale Erpressung – Liebe als Druckmittel
    „Wenn du mich wirklich lieben würdest, würdest du…“, „Nach allem, was ich für dich getan habe…“, „Ohne dich bringe ich mich um“ – deine Gefühle und Bedürfnisse werden benutzt, um dich zu manipulieren. Du triffst Entscheidungen nicht mehr aus eigenem Wunsch, sondern aus Angst oder Schuldgefühlen.

  • Kontrolle – die sich anfangs wie Fürsorge anfühlt
    Dein Partner will wissen, wo du bist, mit wem du sprichst, was du denkst. Er kontrolliert dein Handy, deine Finanzen, deine Kleidung. Entscheidungen werden für dich getroffen oder so lange kritisiert, bis du nachgibst. Das Perfide: Am Anfang fühlt sich diese Kontrolle manchmal sogar wie besondere Aufmerksamkeit oder Fürsorge an – „Er interessiert sich so sehr für mich.“

  • Isolation – Stück für Stück getrennt von allem
    Langsam, fast unmerklich, schneidet dein Partner dich von Familie und Freunden ab. „Die mögen mich sowieso nicht“, „Die haben einen schlechten Einfluss auf dich“, „Warum brauchst du andere Menschen, wenn du mich hast?“ Du merkst irgendwann, dass du kaum noch jemanden hast, mit dem du über deine Beziehung sprechen könntest.

  • Tagelanges Schweigen als Strafe
    Nach einem Streit redet dein Partner tagelang nicht mit dir. Du weißt nicht, wann das Schweigen endet. Du läufst auf Eierschalen, versuchst alles, um ihn zu besänftigen. Diese „Schweigebehandlung“ ist keine normale Konfliktpause – sie ist eine Bestrafung und eine Form der Kontrolle.
  • Extreme Stimmungsschwankungen
    Heute ist alles wunderbar, morgen herrscht eisige Kälte. Nach einer liebevollen Phase kommt plötzlich Abwertung. Du weißt nie, wen du nach Hause kommen siehst. Diese emotionale Achterbahn – Fachleute sprechen vom „Tango-Schritt“ – hält dich in ständiger Anspannung.

Innerlich fühlst du dich oft so:

  • Dauerhaft unsicher, ob du „richtig“ reagierst
  • Unter ständigem Anpassungsdruck, um Konflikte zu vermeiden
  • Nie gut genug, egal wie sehr du dich bemühst
  • Verantwortlich für die Stimmung deines Partners
  • Erschöpft, leer und von dir selbst entfremdet

Subtiles toxisches Verhalten, das du leicht wegwischst

Oft ist es nicht das offensichtlich aggressive Verhalten, das dich verwirrt – sondern die kleinen, subtilen Sticheleien, die du nicht richtig greifen kannst.

  • Herablassender Humor: Dein Partner macht Witze auf deine Kosten, vor anderen oder allein. Wenn du sagst, dass es dich verletzt, heißt es: „War doch nur Spaß, du bist so empfindlich.“

  • Gefühle kleinreden: „Du übertreibst“, „Andere haben es viel schlimmer“, „Jetzt stell dich nicht so an“ – deine emotionalen Reaktionen werden als unangemessen dargestellt.

  • Verdrehte Aussagen: Du erinnerst dich klar an ein Gespräch, aber dein Partner erzählt es völlig anders. Du beginnst zu zweifeln: Habe ich das wirklich falsch verstanden?

  • Passiv-aggressive Sticheleien: Statt offen Konflikte anzusprechen, gibt es eisiges Schweigen, subtile Sabotage oder „versehentliche“ Grenzüberschreitungen.

  • Love-Bombing nach Streit: Nach einem Konflikt kommt plötzlich überschwängliche Zuneigung, Geschenke, Versprechen – die aber nie langfristig eingehalten werden. Diese emotionale Achterbahn macht es schwer, klar zu sehen.


Wenn du nach solchen Momenten innerlich angespannt bist, dich irritiert fühlst oder dir selbst nicht mehr vertraust – dann ist das ein wichtiges Signal. Du brauchst keine dramatischen Szenen oder offene Gewalt, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmt. Deine Irritation und innere Anspannung sind valide Hinweise darauf, dass deine Grenzen verletzt werden.

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Wie toxisches Verhalten sich bei Männern und Frauen zeigen kann

Toxisches Verhalten ist kein Geschlechtsthema – es ist ein Thema von Macht, Kontrolle und erlernten Beziehungsstrategien. Sowohl Männer als auch Frauen können sich toxisch verhalten, auch wenn die Muster manchmal unterschiedlich aussehen.

In heterosexuellen Beziehungen zeigen sich häufig bestimmte Dynamiken, die mit gesellschaftlichen Rollenbildern zusammenhängen:

Bei Männern äußert sich toxisches Verhalten oft durch:

  • Dominanz und Kontrolle (Entscheidungen treffen, Aktivitäten einschränken)
  • Abwertung der Partnerin (Kritik an Aussehen, Intelligenz, Emotionen)
  • Emotionale Unzugänglichkeit kombiniert mit hohen Erwartungen
  • Verwendung von Einschüchterung oder subtilen Drohungen


Bei Frauen
zeigt sich toxisches Verhalten häufiger durch:

  • Emotionale Manipulation (Schuldgefühle erzeugen, Opferrolle einnehmen)
  • Passive Aggression und Schweigebehandlung
  • Übermäßige Kontrolle durch ständige Eifersucht und Besitzansprüche
  • Ständiges Drama und Krisen, die Aufmerksamkeit erfordern


Wichtig ist: Diese Muster sind keine biologischen Gegebenheiten, sondern erlernte Strategien im Umgang mit Nähe und Macht. Manche Menschen haben gelernt, Dominanz auszuüben, um Kontrolle zu behalten. Andere haben gelernt, sich anzupassen und ihre eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken – was in späteren Beziehungen zu unterschwelligem Groll und manipulativem Verhalten führen kann.

In meiner Arbeit begleite ich vor allem Frauen, die toxisches Verhalten von männlichen Partnern erlebt haben. Das liegt nicht daran, dass Männer „toxischer“ wären, sondern daran, dass traditionelle Geschlechterrollen Männern oft mehr strukturelle Macht in Beziehungen geben – und Macht kann missbraucht werden, wenn emotionale Reife fehlt.

Letztlich geht es nicht darum, wer toxischer ist, sondern darum: Wie wirkt das Verhalten auf dich? Fühlst du dich sicher, gesehen und respektiert – oder klein, kontrolliert und erschöpft?

Folgen von toxischem Verhalten auf dich

Die Auswirkungen von toxischem Verhalten sind real und tiefgreifend – auch wenn sie von außen nicht immer sichtbar sind. Dein Körper und deine Psyche reagieren auf die chronische Belastung, oft lange bevor du selbst verstehst, was mit dir geschieht.

Psychische Folgen:

Du beginnst, an dir selbst zu zweifeln. Deine Wahrnehmung, deine Gefühle, deine Bedürfnisse – alles fühlt sich plötzlich fragwürdig an. Bist du wirklich zu sensibel? Stellst du dich an? Dieses ständige Hinterfragen deiner selbst zermürbt dich von innen.

Viele Betroffene berichten von zunehmendem Grübeln: endlose Gedankenschleifen, in denen sie versuchen zu verstehen, was schiefläuft. Du analysierst jedes Wort, jede Reaktion – und findest doch keine Klarheit.

Entscheidungen zu treffen wird schwer, selbst bei kleinen Dingen. Du hast so oft erlebt, dass deine Entscheidungen kritisiert oder übergangen wurden, dass du dein eigenes Urteilsvermögen nicht mehr spürst.

Isolation schleicht sich ein: Du ziehst dich von Freunden zurück, weil du nicht erklären kannst (oder willst), was in deiner Beziehung passiert. Oder weil dein Partner subtil Stimmung gegen dein soziales Umfeld macht.

Eine umfassende Übersichtsarbeit von  Dokkedahl et. al. (2022) untersuchte 194 Studien zu den psychischen Folgen psychischer Gewalt in Partnerschaften. Die Forschenden fanden heraus, dass psychische Gewalt starke Zusammenhänge mit posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen und Angststörungen aufweist – und zwar sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Betroffenen. Besonders gravierend: Kontrolle und Zwang waren am stärksten mit PTBS verbunden, während emotionale/verbale Gewalt sowie Dominanz und Isolation die stärksten Zusammenhänge mit Depressionen zeigten.

Auswirkungen auf deinen Alltag:

Die emotionale Erschöpfung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus:

  • Im Job: Konzentrationsschwierigkeiten, sinkende Leistung, weniger Engagement
  • Bei Freundschaften: Rückzug, Scham, das Gefühl, eine Last zu sein
  • Energie: Ständige Müdigkeit, fehlende Motivation, keine Freude an früher geliebten Aktivitäten


Körperliche Signale:

Dein Körper lügt nicht. Er reagiert auf die chronische Stressbelastung, oft bevor dein Verstand bereit ist, die Wahrheit zu sehen:

  • Anspannung und Verspannungen, besonders in Nacken und Schultern
  • Schlafstörungen: Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafprobleme, Albträume
  • Magen-Darm-Probleme vor oder während Treffen mit deinem Partner
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Herzklopfen oder Engegefühl in der Brust bei Konflikten
  • Appetitverlust oder emotionales Essen

Diese körperlichen Reaktionen sind keine Einbildung – sie sind reale Stressantworten deines Nervensystems. Dein Körper befindet sich in chronischer Alarmbereitschaft, weil er gelernt hat, dass emotionale Gefahr droht.

Das ist völlig normal und zeigt, wie intelligent dein System ist: Es schützt dich, indem es warnt. Oft reagiert dein Körper früher als dein Kopf bereit ist, die Wahrheit zu akzeptieren. Wenn du körperlich auf die Anwesenheit oder Nachrichten deines Partners reagierst – mit Anspannung, Übelkeit oder Herzrasen – dann ist das ein wichtiges Signal, das du ernst nehmen darfst.

Erste Schritte, wenn du toxisches Verhalten erkennst und wie du dich schützen kannst

Wenn du beginnst zu erkennen, dass du toxisches Verhalten erlebst, kann das überwältigend sein. Vielleicht fühlst du Druck, sofort große Entscheidungen zu treffen. Aber Klarheit braucht Zeit – und du darfst dir diese Zeit nehmen.

Wahrnehmung dokumentieren:

Beginne damit, deine Beobachtungen aufzuschreiben. Nicht um deinem Partner etwas zu „beweisen“, sondern um selbst klar zu sehen. Notiere:

  • Konkrete Situationen, die sich nicht gut anfühlen
  • Was wurde gesagt oder getan
  • Wie du dich dabei gefühlt hast
  • Ob sich Muster wiederholen


Wenn du Wochen später zurückblätterst, wirst du Muster erkennen, die im Moment noch verschwommen wirken. Diese Notizen helfen dir, wenn dir eingeredet wird, dass du übertreibst.

Eine Vertrauensperson einbeziehen:

Toxische Beziehungen isolieren. Der Weg heraus beginnt damit, die Isolation zu durchbrechen. Such dir eine Person, der du vertraust – eine Freundin, ein Familienmitglied oder eine Therapeutin. Erzähle, was du erlebst. Oft hilft schon der Blick von außen, um zu erkennen: Das ist nicht normal, das ist nicht okay.

Wenn du Angst hast, nicht verstanden zu werden, ist das ein weiteres Zeichen für die Isolation, in der du lebst. Aber es gibt Menschen, die dich sehen und unterstützen werden.

Muster beobachten – ohne sofort zu handeln:

Du musst nicht sofort die Beziehung beenden oder ein großes Gespräch führen. Manchmal reicht es erst einmal, bewusst zu beobachten:

  • Wann fühle ich mich gut mit dieser Person?
  • Wann fühle ich mich klein, erschöpft oder unsicher?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen bestimmten Themen und der Art, wie ich behandelt werde?


Diese Phase der Beobachtung ist wertvoll. Sie gibt dir innere Klarheit, ohne dass du dich rechtfertigen musst.

Kleine Akte der Selbstfürsorge:

In toxischen Beziehungen verlierst du oft den Kontakt zu dir selbst. Beginne mit kleinen Momenten, in denen du dich wieder spürst:

  • Alleinzeit einplanen: Zeit für dich, ohne deinen Partner – auch wenn es nur eine Stunde ist
  • Ehrliche Reflexion: Was brauchst du wirklich? Was vermisst du in deinem Leben?
  • Grenzen setzen üben: Beginne mit kleinen Grenzen – ein „Nein“ zu einer Verabredung, Zeit für eine Freundin, eine Entscheidung, die nur deine ist

Du musst nicht gleich perfekte Grenzen setzen. Es reicht, wenn du beginnst zu spüren, dass du überhaupt Grenzen haben darfst.

Unterstützung ist eine Option, kein Zwang:

Viele Frauen zögern, professionelle Hilfe zu suchen, weil sie denken: „So schlimm ist es doch nicht“ oder „Ich muss das allein schaffen.“ Aber gerade wenn du in einer toxischen Beziehung steckst, ist es schwer, allein klarzusehen. Eine Psychologin oder Beraterin kann dir helfen, deine Wahrnehmung zu sortieren, Muster zu erkennen und herauszufinden, was du wirklich willst.

Du musst nicht warten, bis du „am Boden“ bist, um dir Unterstützung zu holen. Je früher du Klarheit gewinnst, desto weniger Schaden richtet die Beziehung in deinem Leben an.

Wenn du einen sicheren Rahmen brauchst

Nach Jahren in toxischen Beziehungen – besonders mit narzisstischen Partnern – braucht es mehr als nur Verstehen. Es braucht einen Raum, in dem du dich neu sortieren kannst, ohne bewertet oder gedrängt zu werden.

In meiner Arbeit begleite ich Frauen genau durch diesen Prozess: Wir schauen gemeinsam auf die Muster, die dich bisher geprägt haben. Wir arbeiten nicht nur auf kognitiver Ebene, sondern auch mit deinem Nervensystem – denn die Spuren toxischer Beziehungen wirken tief im Körper. Durch körperorientierte Methoden wie EFT (Emotional Freedom Techniques) und Breathwork unterstütze ich dich dabei, wieder Zugang zu deiner inneren Regulation und deinen Körpersignalen zu finden.

Mein Ansatz ist es, dir dabei zu helfen, mehr Klarheit zu gewinnen – über das, was passiert ist, über deine eigenen Bedürfnisse und darüber, welche Schritte für dich jetzt stimmig sein könnten.

Die Verantwortung für deine Entscheidungen bleibt bei dir – und genau das ist der Punkt: Du entwickelst die Fähigkeit, wieder Entscheidungen zu treffen, die aus deiner inneren Wahrheit kommen, nicht aus Angst oder Anpassung.

In meiner Arbeit biete ich dir einen geschützten Rahmen, in dem du anfangen kannst, dich selbst wieder wahrzunehmen. Professionelle Begleitung auf einem Weg, der oft einsam und verwirrend ist.

Wenn du bereit bist, diesen Weg zu gehen, kannst du gerne ein unverbindliches Erstgespräch mit mir vereinbaren. Wir schauen gemeinsam, wo du stehst und was du jetzt brauchst.

Toxisches Verhalten bezeichnet wiederkehrende Verhaltensmuster, die andere emotional, psychisch oder sozial verletzen. Dazu gehören zum Beispiel Manipulation, Abwertung, Schuldumkehr, Grenzüberschreitungen, Kontrolle und ständige Kritik.

Toxisches Verhalten entsteht oft aus ungelösten Verletzungen, unsicheren Bindungserfahrungen und erlernten Schutzstrategien im Umgang mit Nähe und Konflikten. Menschen wiederholen dann Muster aus der Kindheit – etwa emotionale Kälte, Klammern, Kontrolle oder Rückzug –, die später Beziehungen belasten und andere verletzen können.

Toxisches Verhalten zeigt sich in Beziehungen durch dauerhafte Abwertung, sarkastische oder höhnische Kommentare, ständige Kritik und das Lächerlichmachen von Gefühlen. Typisch sind außerdem Manipulation, Schuldzuweisungen, Isolation vom sozialen Umfeld und Muster, die dich verunsichern, kleinmachen oder abhängig halten.

Reagiere auf toxisches Verhalten, indem du deine Wahrnehmung ernst nimmst, klare innere und äußere Grenzen setzt und dich, wenn nötig, räumlich und emotional distanzierst. Suche Unterstützung bei vertrauenswürdigen Menschen oder Fachpersonen, um die Dynamik besser zu verstehen und Schritte hin zu mehr Schutz und Wohlbefinden zu planen.

Um eigenes toxisches Verhalten abzulegen, braucht es ehrliche Selbstreflexion, die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, und das Üben neuer, respektvoller Kommunikations- und Beziehungsmuster. Oft ist professionelle Unterstützung hilfreich, um alte Verletzungen, Bindungserfahrungen und Stressreaktionen zu bearbeiten und langfristig gesündere Wege im Umgang mit Nähe und Konflikten zu entwickeln.

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Buchtipps: Weiterführende Literatur

Du möchtest dich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen? Diese Bücher haben vielen Menschen geholfen, toxische Beziehungsmuster besser zu verstehen:

  1. Manipulation Komplettset – Das große 3 in 1 Buch

  2. Wie du Menschen loswirst, die dir nicht guttun, ohne sie umzubringen als Taschenbuch oder als Hörbuch

  3. In der Falle des Narzissten: Wie du toxische Menschen erkennst und dein Leben zurückgewinnst


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Katharina Samoylova

Katharina ist Psychologin und Mentorin. Sie begleitet Frauen nach einer toxischen Beziehung mit einem Narzissten und hilft ihnen, sich selbst wiederzufinden. Ihre Arbeit verbindet psychologisches Wissen mit körperorientierten Methoden wie EFT und Breathwork. Ihr Ziel ist es, Frauen dabei zu unterstützen, sich emotional vom Ex-Partner zu lösen und gestärkt aus der Beziehung hervorzugehen.

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