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Katharina Samoylova - Hilfe bei Narzissmus

Trennt sich ein Narzisst endgültig? Die 7 Zeichen, dass er wirklich nicht zurückkommt

Eine Frau sitzt nervös am Küchentisch, sehr angespannt, als würde sie etwas befürchten. Ein Symbolbild, für sich Fragen, ob ein Narzisst sich endgültig trennt oder immer wieder zurückkommt.
Kennst du jemanden, dem dieser Beitrag helfen könnte?

Beziehungen mit einem Narzissten ähneln oft einer Achterbahnfahrt. Viele Höhen und Tiefen, die Betroffene verwirrt zurücklassen. Trennt sich ein Narzisst endgültig oder kommt er doch wieder? Diese Frage quält auch Olivia. Nach drei Jahren voller Drama hatte Dario plötzlich die Wohnung verlassen. Keine Diskussion, keine Ankündigung – einfach seine Sachen gepackt und weg. Eine Woche später kam eine knappe Nachricht: „Es ist vorbei.“ Seitdem: drei Monate Funkstille. Anfangs hatte sie jeden Tag auf ein Lebenszeichen gewartet. Jedes Mal, wenn ihr Handy vibrierte, raste ihr Herz. Aber es war nie er. Sie kannte das Muster zu gut – viermal hatten sie das schon durchgemacht. Streit, eiskalte Stille, dann Versöhnung mit Blumen und Versprechen. Jedes Mal wurde es härter für sie, sich zu lösen. Diesmal fühlte es sich anders an. Endgültiger. Aber konnte sie diesem Frieden trauen?

Geht es dir gerade ähnlich? In diesem Artikel bekommst du eine konkrete Checkliste mit 7 Anzeichen, die darauf hindeuten, dass die Trennung diesmal wirklich endgültig sein könnte. Du lernst Strategien, die dein Nervensystem beruhigen – nicht nur deinen Verstand. Und vor allem erfährst du, wie du deinen eigenen Schlusspunkt setzt, unabhängig davon, was er tut. 

Die 7 Anzeichen, dass ein Narzisst sich wirklich endgültig getrennt hat

Olivia saß auf ihrer Couch mit einem Notizblock. „Vielleicht hilft es, wenn ich aufschreibe, was wirklich anders ist“, dachte sie. Sie begann zu zählen. Bei jedem Punkt, der auf Dario zutraf, wurde ihr Atem flacher. „Fünf von sieben“, notierte sie. „Aber die zwei fehlenden… könnten die nicht noch kommen?“

Diese innere Verhandlung kenne ich aus hunderten Gesprächen mit meinen Klientinnen. Du suchst nach Gewissheit in einer Situation, die selten  eindeutig schwarz oder weiß ist. Deshalb bekommst du hier sieben beobachtbare Signale, die darauf hindeuten, dass er sich diesmal wirklich endgültig getrennt hat:

1. Komplette Funkstille seit über 3 Monaten

Keine „Wie geht’s dir?“-Nachrichten. Keine zufälligen Memes. Kein Breadcrumbing. Nichts. Absolute Stille.

Olivias Erfahrung: Drei Monate ohne ein einziges Lebenszeichen. Früher hatte Dario nach spätestens sechs Wochen wieder angeklopft. „Diesmal war es anders“, erzählte sie. „Mein Geburtstag kam und ging. Unser Jahrestag – nichts. Nicht mal eine betrunkene Nachricht um zwei Uhr nachts.“

Aus psychologischer Sicht: Narzisstische Menschen brauchen emotionale Versorgung. Wenn sie über Monate hinweg keinen Kontakt suchen, haben sie diese Versorgung woanders gefunden oder sind in einer Phase, in der sie dich als „Quelle“ komplett abgeschrieben haben. Das kann sich ändern – aber im Moment bist du für sie nicht existent.

2. Er hat dich überall blockiert oder komplett entfolgt

WhatsApp, Instagram, Facebook, sogar LinkedIn. Er hat dich entfolgt, stummgeschaltet, aus allen gemeinsamen Gruppen entfernt. Maximale digitale Distanz.

Olivias Erfahrung: Bei ihr war es anders. Dario hatte sie nirgendwo blockiert. Sie konnte seine Profile sehen, seine Stories ansehen, jeden Post verfolgen. „Manchmal dachte ich, das wäre besser gewesen – blockiert zu werden“, erzählte sie. „Stattdessen scrollte ich jeden Abend durch sein Leben und quälte mich selbst.“

Narzissten blockieren aus zwei Gründen. Entweder zur Bestrafung und Kontrolle – dann kommt oft später ein Hoovering-Versuch. Oder: um sich selbst vor „störenden“ Erinnerungen zu schützen, weil eine neue Versorgungsquelle ihre volle Aufmerksamkeit braucht. Wenn alle Kanäle dicht sind und andere Punkte dieser Liste zutreffen, deutet das eher auf Endgültigkeit hin. Wenn er dich aber NICHT blockiert, kann das bedeuten: Er will, dass du siehst, wie gut es ihm geht. Das ist eine subtilere Form der Kontrolle.

3. Er leitet juristische oder praktische Trennungsschritte ein

Scheidung eingereicht, Anwalt eingeschaltet, gemeinsame Wohnung gekündigt, Möbel aufgeteilt. Konkrete, unumkehrbare Handlungen.

Olivias Erfahrung: Vier Wochen nach seinem Auszug flatterte ein Brief vom Anwalt ins Haus. Vermögensaufteilung. Keine persönliche Nachricht vorher. Kein Anruf. „So kalt und geschäftsmäßig“, beschrieb sie. „Als wäre ich ein abgeschlossener Vertrag.“

Narzisstische Personen scheuen oft Bürokratie und Aufwand – außer, er dient ihrem neuen Image oder ihrer neuen Situation. Wenn er den administrativen Weg geht, will er die alte Realität offiziell beenden. Das kann sich später noch ändern, aber im Moment ist sein Fokus eindeutig: Trennung durchziehen.

4. Er wertet dich öffentlich ab oder lässt dich abwerten

Plötzlich bist du in seinem Narrativ „die Verrückte“, „die Klammernde“, „die Toxische“. Sein Umfeld übernimmt diese Version.

Olivias Erfahrung: Eine ehemalige gemeinsame Freundin erzählte ihr beiläufig: „Dario meinte, du warst toxisch und er musste sich retten.“ Olivia, die jahrelang seine Launen ertragen, seine Lügen gedeckt und seine Wutausbrüche ausgehalten hatte. Sie war toxisch?

Das steckt dahinter: Projektive Identifikation. Er überträgt sein eigenes Verhalten auf dich, um sein neues Narrativ zu stützen. Wenn er dich öffentlich zum Problem erklärt, legitimiert das seine Trennung. Du wirst zum Bauernopfer seiner Geschichte. Das tut höllisch weh – aber es sagt null über deinen wahren Charakter aus.

5. Er ignoriert selbst verzweifelte Kontaktversuche komplett

Du schreibst ihm. Mehrfach. Vielleicht sogar einen langen Brief. Nichts. Keine Reaktion, kein „Lass uns reden“, kein wütender Rückruf. Totale Leere.

Olivias Erfahrung: Nach fünf Monaten schrieb sie Dario eine E-Mail. Keine Vorwürfe, nur Fragen: Warum so plötzlich? Was ist mit unseren Plänen passiert? Können wir wenigstens Abschied nehmen? Sie wartete zwei Wochen. Dann noch mal geschrieben. Wieder nichts. „Als würde ich mit einer Wand sprechen.“

Narzissten können komplett von früheren Beziehungen dissoziieren. Du bist für sie emotional „gestorben“ – solange die neue Versorgung funktioniert. Das ist eine emotionale Unreife. Aber für dich fühlt es sich an wie totale Vernichtung deiner Existenz.

6. Keine versteckten Trigger-Posts mehr – nur noch neues Leben

Früher hat er vielleicht noch „eure“ Lieder gepostet oder Orte geteilt, die euch verbanden. Jetzt? Nur noch neue Inhalte. Keine subtilen Botschaften mehr an dich.

Olivias Erfahrung: Bei ihr war das Gegenteil der Fall. Dario postete auf Instagram noch das Lied, zu dem sie getanzt hatten. „Ich dachte, das ist ein Zeichen“, erinnert sich Olivia. Auch Monate später tauchten immer wieder Posts auf, die sie an ihre gemeinsame Zeit erinnerten. Ein Foto von „ihrem“ Café. Ein Sonnenuntergang wie damals. „Ich weiß bis heute nicht, ob das Zufall war oder Absicht. Aber jedes Mal tat es weh.“

Solche Posts können echte Erinnerungen sein – oder bewusste Trigger. Narzisstische Personen wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen. Wenn er immer noch Inhalte teilt, die euch verbinden, hält er möglicherweise die Tür einen Spalt offen. Das muss nicht heißen, dass er zurückkommt – aber es bedeutet, dass du in seinem Kopf noch präsent bist. Und dass er will, dass du es weißt.

7. Kein Hoovering nach typischen Trigger-Events

Dein Geburtstag, euer Jahrestag, Weihnachten, Silvester – alles geht vorbei ohne auch nur ein „Hey“. Normalerweise nutzen Narzissten solche Anlässe für emotionale Rückholversuche.

Olivias Erfahrung: „Mein Geburtstag war immer seine Bühne“, erzählte sie. „Große Geschenke, dramatische Gesten. Dieses Jahr? Nichts. Nicht mal eine Nachricht um Mitternacht. Da wusste ich: Es ist wirklich endgültig“

Trigger-Events sind für narzisstische Personen perfekte Gelegenheiten für Hoovering – niedrigschwellig, emotional aufgeladen, schwer zu ignorieren. Wenn diese Gelegenheiten verstreichen ohne jeden Kontakt, bedeutet das meist: Er hat eine neue Versorgungsquelle gefunden, die ihn gerade vollständig einnimmt. Du bist für ihn im Moment nicht interessant – nicht weil er abgeschlossen hat, sondern weil er woanders bekommt, was er braucht.

Wichtig zu verstehen: Selbst wenn alle sieben Punkte auf dich zutreffen, weißt du es nicht hundertprozentig. Er kann in drei Monaten wieder auftauchen. Oder in zwei Jahren. Oder nie.

Aber du kannst nicht die nächsten Jahre in Schockstarre verbringen und jedes Mal zusammenzucken, wenn dein Handy vibriert. Du kannst nicht jeden Abend wach liegen und dir ausmalen, was du sagen würdest, wenn er plötzlich wieder vor der Tür steht. Du kannst dein Leben nicht auf Pause drücken, nur weil er vielleicht zurückkommen könnte.

Diese Checkliste gibt dir keine Garantie. Aber sie zeigt dir: Wo steht es gerade? Und sie erinnert dich daran, dass du die Entscheidung treffen darfst – nicht erst, wenn er sich meldet, sondern jetzt. Du darfst sagen: „Auch wenn er morgen zurückkommt – ich bin fertig. Ich schließe diese Tür. Von meiner Seite.“

Trennungsschmerz kann lähmen – muss er aber nicht.

In meiner kostenlosen EFT-Übung zeige ich dir, wie du deinen Liebeskummer in wenigen Minuten sanft lindern kannst.

Kommt ein Narzisst zurück, wenn er eine Neue hat?

Viele Betroffene fragen sich genau das: Kommt ein Narzisst zurück, wenn er eine Neue hat? Die Frage taucht selbst dann auf, wenn man ihn mit ihr zusammen sieht. Auch dann, wenn Bekannte erzählen, wie glücklich die beiden wirken. Wenn man denkt: Es ist vorbei, er ist weitergezogen – und trotzdem taucht diese Frage immer wieder auf.

Ja, oft nach 2-6 Monaten – wenn die Neue nicht mehr genug Bewunderung liefert. Die frische Beziehung gibt ihm anfangs alles, was er braucht. Sobald dieser Effekt nachlässt, sucht er bei dir als bewährte Backup-Quelle nach Bestätigung.

Typische Nachrichten: „Hey, wie geht’s?“ / „Sie ist nicht wie du“ / „Nur ein letztes Mal“. Das ist kein Zufall und keine Reue – das ist Notfall-Zufuhr.

Er kehrt zurück, solange du reagierst. Reagierst du nicht, sucht er weiter. Deine Macht liegt im Schweigen.

Hier sind vier konkrete Beispiele, die in der Praxis immer wieder vorkommen:

  • Nach 3 Monaten Next: „Hey, wie geht’s dir so?“ Die neue Beziehung läuft bereits in Routine. Die Idealisierungsphase ist vorbei, die Neue stellt Fragen oder fordert Verbindlichkeit. Plötzlich kommt eine harmlose Nachricht. Wenn darauf geantwortet wird, entwickelt sich oft ein Austausch über mehrere Tage. Dann: Funkstille. Die Neue war kurz weg oder der Streit hat sich gelegt. Die Ex-Partnerin war Überbrückung.

  • Nach Streit mit Next: „Sie versteht mich nicht wie du“. Er beginnt, beide Frauen zu vergleichen. „Mit dir konnte ich wenigstens reden.“ „Ihr fehlt die Tiefe.“ Alles wird idealisiert, was monatelang abgewertet wurde. Es kommt zu Treffen, intensiven Gesprächen, vielleicht körperlicher Nähe. Am nächsten Tag: „War ein Fehler. Ich bin mit ihr zusammen.“ Das nennet man Triangulation – beide werden gegeneinander ausgespielt für doppelte Aufmerksamkeit.

  • Samstagnacht: „Nur ein letztes Mal zum Abschied“. Nächtliche Nachrichten wie „Ich vermisse deinen Körper“ oder „Können wir uns sehen? Ohne Erwartungen“ kommen vor. Manchmal wird es als „ein letztes Mal zum Abschließen“ formuliert. Nach solchen Treffen geht er zurück zu ihr. Für ihn war es Bestätigung, für die Ex-Partnerin bleibt Schmerz.

  • Nach Instagram-Post von dir: „Du siehst gut aus – lass uns reden“. Sobald die Ex-Partnerin Anzeichen von Erholung zeigt – ein Foto, ein Lächeln, ein neues Leben – meldet er sich. Nicht aus Freude für sie, sondern aus Kontrollverlust. Zu wissen, dass sie noch reagiert, gibt ihm Macht zurück.

Wenn Narzissten zurückkommen, obwohl sie eine Neue haben, geht es nicht um Liebe oder echte Reue. Es geht um Versorgungsmanagement. Die neue Partnerin ist temporär, die Ex-Partnerin ist Reserve. Beide sind Funktionen im System, nicht Menschen mit echtem Wert für die narzisstische Person.

Das zu verstehen, ist schmerzhaft. Aber es ist der erste Schritt in Richtung emotionaler Freiheit.

Warum seine Beziehung zur Neuen „perfekt" aussieht

Olivia scrollt durch Instagram. Und da ist es: Ein Foto von Dario und seiner Neuen. Sie lachen in die Kamera, er hält ihre Hand, dazu der Kommentar: „Mit dir an meiner Seite ist alles leichter ❤️“. Olivia kennt diese Geste. Genau so hat er sie fotografiert. Genau so hat er über sie geschrieben. Vor acht Monaten.

Was Olivia sieht, ist Love Bombing 2.0 – das exakte Drehbuch, nur mit neuer Hauptdarstellerin. Die öffentlichen Liebesbekundungen, die spontanen Geschenke, die Wochenendtrips, die er auf Social Media inszeniert. Alles identisch. Die Idealisierungsphase läuft auf Hochtouren. Die Neue bekommt gerade das, was Olivia am Anfang auch bekommen hat: Das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein.

Aber die Abwertung kommt. Sie kommt immer. Nur sieht man sie nicht auf Instagram. Was nach außen perfekt aussieht, folgt innen demselben Muster: Idealisierung, Abwertung, Entsorgung. Die Neue hat nicht Olivias Ex-Partner bekommen. Sie hat Olivias Problem geerbt. Und sie wird es früh genug merken.

Das zu verstehen, ist für viele Betroffene eine Erleichterung. Denn es bedeutet: Du warst nicht das Problem. Er wiederholt sein Muster. Was bei dir nicht funktioniert hat, wird auch bei ihr nicht funktionieren. Das hat nichts mit deinem Wert zu tun – es hat mit seinem System zu tun.

Was du tust, wenn er sich meldet, obwohl er eine Neue hat

Olivia fragt sich manchmal: Wenn er doch noch zurückkommt – wie soll ich reagieren? Was sage ich? Was tue ich? Diese Frage ist berechtigt. Denn selbst wenn jemand rational weiß, dass Kontakt schadet, kann der Körper anders reagieren. Das Herz rast, die Hände zittern, der Verstand setzt aus.

Psychologisch gesehen ist das eine Stressreaktion. Das Nervensystem erinnert sich an die Beziehung – an die Höhen und Tiefen, an die Hoffnung und den Schmerz. Deshalb ist es wichtig, vorher zu wissen: Wie reagiere ich, wenn es passiert?

Es gibt drei klare Optionen:

Option 1: Nicht antworten. Gar nicht. Keine Reaktion, kein Like, kein „Hab’s gesehen“. Totales Schweigen. Das ist die stärkste Form von Grenze. Sie zeigt: Ich bin raus. Du hast keinen Zugang mehr zu mir. Diese Option ist dann sinnvoll, wenn du weißt, dass jede Antwort dich zurückwirft.

Option 2: Ein sachlicher Satz – dann Ende. „Ich wünsche dir alles Gute. Bitte melde dich nicht mehr.“ Kurz, klar, ohne Vorwurf. Danach: blockieren. Diese Option gibt dir das Gefühl, das letzte Wort gehabt zu haben. Sie schließt ab, ohne Drama. Aber Achtung: Manche Narzissten interpretieren jede Antwort als Einladung. Wenn du merkst, dass er weiterschreibt, blockiere sofort.

Option 3: Sofort blockieren. Ohne zu lesen, ohne nachzudenken. Die Nachricht kommt rein – Block. Das schützt dich vor dem inneren Kampf: „Soll ich antworten? Was meint er damit?“ Diese Option ist radikal, aber manchmal die einzige Möglichkeit, Ruhe zu finden.

Egal für welche Option du dich entscheidest: Wenn dein Körper zittert, wenn Wut oder Sehnsucht hochkommt – das ist normal. Du brauchst jetzt einen sicheren Raum. Ruf eine Freundin an, geh raus, beweg deinen Körper. Atme bewusst. Deine Würde steht über seinem Drama.

Warum du hoffst, dass er zurückkommt – und wie du rauskommst

Viele Betroffene quälen sich mit inneren Dialogen. „Mit ihr klappt’s besser – mit mir nicht.“ „Vielleicht ändert er sich doch.“ „Ich war nicht genug.“ Diese Gedanken sind keine Schwäche. Sie sind das Ergebnis emotionaler Abhängigkeit – eine Art Entzugserscheinung nach einer toxischen Beziehung.

Der Körper hat sich an das Wechselspiel aus Nähe und Distanz gewöhnt. An die Hoffnung, dass es wieder gut wird. An die kurzen Momente, in denen alles perfekt schien. Jetzt fehlt dieses System. Und das Gehirn sucht danach – auch wenn der Verstand längst weiß, dass die Beziehung schadet.

Hier sind vier Schritte, die helfen, rauszukommen:

1. Tagebuch: „Was hat er mir angetan?“ Schreib auf, was wirklich passiert ist. Nicht die schönen Momente – die Verletzungen. Die Abwertungen. Die Tage, an denen du dich wertlos gefühlt hast. Diese Liste holt dich in die Realität zurück, wenn die Sehnsucht kommt.

2. Eine Freundin anrufen. Nicht zehn. Eine. Jemand, der die Wahrheit kennt. Der dich daran erinnert, warum du gegangen bist. Isolation hält dich in der Hoffnung gefangen. Verbindung holt dich raus.

3. Ein Hobby wieder starten. Etwas, das dir früher Freude gemacht hat. Laufen, Malen, Lesen, Kochen – egal was. Es geht nicht um Ablenkung, sondern um neue Verknüpfungen im Gehirn. Dein Leben darf wieder größer werden als nur er.

4. Körper spüren: „Zittern = altes Trauma aktiviert“. Wenn der Körper schreit – durch Zittern, Herzrasen, innere Unruhe – dann bedeutet das meist, dass dein Nervensystem auf eine alte Bedrohung reagiert. Atme bewusst. Spür deine Füße auf dem Boden. Sag dir: „Ich bin heute sicher. Das war damals.“

Der Körper braucht manchmal Begleitung, um aus diesem Alarmzustand rauszukommen. Wenn diese Reaktionen dich immer wieder überwältigen, ist das ein Zeichen, dass du Unterstützung brauchst.


Deinen eigenen Schlusspunkt setzen

Olivia grübelt. Nachts, tagsüber, zwischendurch. „Kommt er doch noch zurück? Fängt das wieder von vorne an? Habe ich jemals wirklich Ruhe vor ihm?“ Die Gedanken laufen in Schleifen, der Schlaf ist unruhig, die Alarmbereitschaft bleibt. Sie sieht seine Posts mit der Neuen. Und fragt sich: Wie lange hält das? Und wenn es nicht hält – steht er dann wieder vor meiner Tür?

Diese Angst ist berechtigt. Denn die Erfahrung hat gezeigt: Bei ihm ist nichts endgültig. Und genau diese Ungewissheit raubt den Schlaf.

Was Olivia sich wünscht: Endlich verstehen, warum sie all das mitgemacht hat – und dass es nie an ihr lag. Nachts durchschlafen, ohne um 3 Uhr aufzuwachen und zu grübeln, ob er doch noch zurückkommt. Morgens aufstehen und nicht sofort an ihn denken müssen.

Genau diese Grübel-Schleifen und Körperreaktionen lassen sich auflösen. Nicht durch mehr Nachdenken, sondern durch Arbeit mit dem Körper und Nervensystem. In meiner nervensystemorientierter 1:1-Begleitung (online, in deinem Tempo) lernst du:

  • Seine Manipulation intellektuell durchschauen. Du verstehst, warum er so gehandelt hat – und dass es nie an dir lag. Das bringt Klarheit und nimmt den Selbstzweifeln die Kraft.

  • Grübeln durch Körperarbeit unterbrechen. Atemtechniken, EFT, Bewegung – Methoden, die das Nervensystem direkt ansprechen. Wenn der Kopf nicht aufhören kann, braucht der Körper andere Wege.

  • Deinen Selbstwert unabhängig von ihm aufbauen. Du lernst, dich wieder zu spüren – und dass du wertvoll bist, egal was er tut oder sagt. Das verankern wir im Körper, nicht nur im Verstand.

  • Ruhig schlafen. Wenn die inneren Alarmglocken leiser werden, kommt der Schlaf zurück. Das Nervensystem lernt: Die Bedrohung ist vorbei. Ich darf zur Ruhe kommen.

Wenn du bereit bist, dich endlich emotional von ihm zu lösen und wieder bei dir selbst anzukommen – buche ein unverbindliches 20-Minuten-Kennlerngespräch. Wir schauen gemeinsam, wo du gerade stehst und wie der Weg für dich aussehen kann.

Ein Narzisst kommt oft wieder zurück, aber nicht immer. Das passiert meist nach 2-6 Monaten, wenn die neue Beziehung nicht mehr läuft wie erhofft oder er Aufmerksamkeit vermisst. Du kennst das vielleicht: Plötzlich eine Nachricht wie „Hey, wie geht’s?“ – das ist kein Zufall. Bleibst du komplett ruhig und reagierst nie, sucht er sich irgendwann jemand anderen.

Ein Narzisst trennt sich endgültig, wenn er eine neue Partnerin gefunden hat, die ihn anhimmelt, du komplett blockiert bist und mehrere Monate Funkstille herrschen. Er postet dann nur noch mit ihr, antwortet nicht mehr und ignoriert dich völlig. Selbst dann dauert es oft Monate, bis du wirklich sicher sein kannst – sein Verhalten ändert sich ja nicht grundlegend.

Ein Narzisst kommt nicht mehr zurück, wenn du striktes No Contact durchhältst, er neue Aufmerksamkeitsquellen hat und sein Leben sich komplett um die Neue dreht. Er blockiert dich selbst, reagiert nicht mehr auf deine Kontaktversuche und sucht sich dann jemand anderen. Das braucht Zeit und Disziplin von dir – aber es funktioniert meistens.

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Katharina Samoylova

Katharina ist Psychologin und Mentorin. Sie begleitet Frauen nach einer toxischen Beziehung mit einem Narzissten und hilft ihnen, sich selbst wiederzufinden. Ihre Arbeit verbindet psychologisches Wissen mit körperorientierten Methoden wie EFT und Breathwork. Ihr Ziel ist es, Frauen dabei zu unterstützen, sich emotional vom Ex-Partner zu lösen und gestärkt aus der Beziehung hervorzugehen.

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