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Eine Person die etwas mit einem Taschenrechner berechnet, ein Symbolbild für sunk-cost-fallacy

Sunk Cost Fallacy – auf Deutsch in etwa „die Falle der versunkenen Kosten“ – beschreibt, warum wir an Dingen festhalten, die uns längst nicht mehr guttun. Warum jemand einen schlechten Film trotzdem zu Ende schaut. Warum man einen Job nicht kündigt, der krank macht. Und warum man eine Beziehung nicht verlässt, obwohl man tief innen längst weiß, dass sie einem schadet.

Was der Begriff bedeutet und wer ihn geprägt hat

Der Begriff kommt ursprünglich aus den Wirtschaftswissenschaften, wo „sunk costs“ – versunkene Kosten – Ausgaben beschreiben, die bereits getätigt wurden und sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Die Wirtschaftspsychologen Hal Arkes und Catherine Blumer beschrieben 1985 erstmals, wie diese versunkenen Kosten menschliche Entscheidungen verzerren: Menschen neigen dazu, an einer Sache festzuhalten, je mehr sie bereits investiert haben – selbst dann, wenn eine nüchterne Betrachtung längst nahelegen würde aufzuhören.

Im deutschen Sprachraum ist auch der Begriff Concorde-Effekt geläufig, benannt nach dem berühmten Überschallflugzeug. Jahrzehntelang pumpten die britische und die französische Regierung Milliarden in ein Projekt, das sich als wirtschaftliches Fiasko erwies – und hielten daran fest, weil das Eingeständnis des Scheiterns nach so vielen Investitionen schlicht unerträglich erschien.

Dieser Mechanismus ist tief menschlich. Daniel Kahneman und Amos Tversky zeigten in ihrer Forschung zur Verlustaversion, dass Menschen Verluste psychologisch etwa doppelt so schwer gewichten wie gleichwertige Gewinne. Das Gefühl, etwas zu verlieren, wiegt also weit schwerer als die Vorstellung, etwas zu gewinnen. Genau das treibt die Sunk Cost Fallacy an.

Warum dieser Denkfehler in toxischen Beziehungen so mächtig wirkt

In einer toxischen Beziehung sammeln sich versunkene Kosten auf besondere Weise an. Jahre deines Lebens. Energie, die du gegeben hast. Hoffnungen, die du hattest. Vielleicht gemeinsame Wohnungen, Kinder, Freundeskreise, finanzielle Verflechtungen. Je länger die Beziehung dauert, desto größer wird der innere Druck, daran festzuhalten – denn das Loslassen fühlt sich an wie Versagen, das Anerkennen, dass all diese Jahre umsonst waren.

Genau hier liegt der Denkfehler. Die Vergangenheit ist bereits geschehen. Sie verändert sich nicht dadurch, ob du bleibst oder gehst. Die einzig sinnvolle Frage ist immer: Was tut mir heute gut? Was wird mir morgen guttun? Unser Verstand beantwortet diese Frage aber häufig gar nicht rational – er schaut zurück, addiert, rechnet auf und schlussfolgert: Ich habe so viel gegeben, also muss sich das irgendwann noch auszahlen.

In toxischen Beziehungen wird dieser Mechanismus noch verstärkt. Der Wechsel zwischen Idealisierung und Entwertung – das ständige Auf und Ab – erzeugt eine Art inneres Kasino. Manchmal kommt die Zuneigung zurück, manchmal der Charme von früher, manchmal ein Moment echter Verbindung. Und jedes Mal sagt etwas in dir: Siehst du, es lohnt sich doch noch. Wenn ich nur etwas mehr gebe, wird es gut. Dieser Mechanismus steckt in jedem Menschen – in toxischen Beziehungen wird er nur gnadenlos ausgenutzt.

Was dabei wirklich in dir vorgeht

Das Festhalten hat einen emotionalen Kern, der tiefer geht als das Rechnen. Es geht auch um Identität. Irgendwann bist du nicht mehr nur jemand, der in einer Beziehung ist – du bist jemand, der kämpft, der durchhält, der nicht aufgibt. Das Verlassen fühlt sich dann an wie Verlust und gleichzeitig wie das Aufgeben eines Teils von dir selbst.

Dazu kommt Scham. Der Gedanke: Wie habe ich so lange bleiben können? Diese Scham hält ebenfalls fest – denn je länger du noch bleibst, desto mehr musst du dich ihr stellen.

Das alles sitzt im Körper: in der chronischen Anspannung, in der Erschöpfung, im Grübeln, das auch nachts nicht aufhört. Ein Nervensystem, das jahrelang zwischen Hoffnung und Enttäuschung hin- und hergerissen wurde, findet nicht von alleine wieder in die Ruhe. Rationale Einsicht – so wichtig sie ist – reicht an diese körperliche Ebene oft nicht heran.

Genau dort setze ich in meiner Arbeit an. Mit EFT – der Klopfakupressur – lassen sich die emotionalen Ladungen rund um Schuld, Scham und das Gefühl, versagt zu haben, Schicht für Schicht lösen. Breathwork hilft deinem Nervensystem, aus dem Dauerstress herauszukommen – und wieder in einen Zustand zu finden, in dem du klar spüren kannst, was dir wirklich guttut.

Wenn du merkst, dass du innerlich noch immer festhältst – in Gedanken, in Zweifeln, in der Frage ob du die richtige Entscheidung getroffen hast – dann ist mein kostenloser Newsletter „Vom Kopf in den Körper“ der nächste Schritt für dich. Du bekommst körperorientierte Impulse direkt ins Postfach.

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